Anna Quindlen
Ein Jahr auf dem Land
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (2. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3421046666
Originaltitel: Still
life with bread crumbs
€ 19,99
auch als EBOOK erhältlich© Cover / Infos - siehe VERLAG
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Was im Leben am meisten zählt
Rebecca Winter steht an einem Wendepunkt: Von ihrem Mann ist sie geschieden, für ihren erwachsenen Sohn nicht mehr unentbehrlich, und als Künstlerin hat sie längst ihren Zenit überschritten. Jahrelang lebte die berühmte Fotografin sorglos von den üppigen Einkünften eines Schnappschusses. Aber nun ist der Geldstrom versiegt. Notgedrungen beschließt sie, ihr New Yorker Apartment zu vermieten und für ein Jahr in ein kleines Haus fernab der Stadt zu ziehen. Der unfreiwillige Landaufenthalt ist kein Spaziergang im Central Park – und doch beschert er Rebecca eine unverhoffte Liebe, neue Inspiration und den Mut, unbekannte Wege zu beschreiten ...
In »Ein Jahr auf dem Land« zeigt sich Anna Quindlen auf der Höhe ihrer Kunst. Schon ihre früheren Romane überzeugten durch Wärme und Intellekt, doch dieser – so die New York Times – »glänzt darüber hinaus noch mit Humor und Prägnanz«. Ein klug unterhaltender Roman, ein Plädoyer dafür, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich immer wieder neu zu erfinden.
Mein Leseeindruck:
Es ist nie zu spät für einen Neuanfang, auch wenn man
manchmal aus verschiedenen Gründen dazu gezwungen wird. Nun ist es der Lauf des
Lebens, den kann man nicht aufhalten.
Bislang hatte die bekannte Fotografin Rebecca Winter ein
gutes Leben geführt, finanziell keine Sorgen. Jetzt aber war sie gezwungen, ihr
New Yorker Appartment zu vermieten. Über das Internet hatte sie ein kleines
Häuschen, fernab von New York, gefunden und für ein Jahr gemietet. Die durch
einen meisterlichen Schnappschuß bekannt gewordene sechzigjährige Rebecca
Winter, kann von ihrem Ex-Mann, einem Professor, keine finanzielle
Unterstützung erwarten. Denn da sind noch ihre Eltern, beide krank,
pflegebedürftig, und der Sohn Ben, die auf Rebeccas finanzielle Hilfe
angewiesen sind.
Was sie dort in der Einsamkeit erwartet, übertrifft all ihre
Vorstellungen. Noch nie hatte sie in einer derartigen Behausung gewohnt. Völlig
unvorbereitet ist Rebecca in ihrem neuen Leben angekommen. Doch sie musste sich
mit den Tatsachen anfreunden. Dann haust auch noch ein alter Waschbär auf dem
Dachboden, der sie in Angst und Schrecken versetzt. Rebecca lässt den Dachdecker
kommen, der ihr erklärt, dass diese Tiere immer in ihre alten Verstecke
zurückkehren.
Was ihr bleibt, ist die wunderbare Natur ringsum. Eines
Tages bekommt sie Gesellschaft von einem streunenden Hund, den sie Jack nennt.
Mit Jim, dem Dachdecker, freundet sie sich schon an. Dieser arbeitet an einer
Studie von Vögeln für eine Gesellschaft und sie macht Fotos. So bekommt sie
wenigstens etwas Geld.
Dann gelingt ihr eine ganz besondere Fotoserie, deren
Inspiration sie in der Natur gefunden hat, und ist plötzlich wieder in aller
Munde.
Aus der Freundschaft zu Jim wird mehr, doch Rebecca fühlt
sich verletzt, als er nach der einen Nacht am nächsten Abend nicht wie
versprochen vorbei kommt. Dass das einen Grund hatte, erfährt sie später.
„Ein Jahr auf dem Land“ ist nicht ausschließlich eine
Liebesgeschichte. Ich würde sagen, eine Lebens- und Liebesgeschichte. Rebeccas
Suche nach sich selbst, sich neu zu finden, und auch Frieden zu schließen, mit
den Eltern, ihrem Sohn …
Die Handlung ist interessant, beginnt leicht amüsant, hat
aber auch ernste Passagen. Jedes Kapitel trägt eine Überschrift, die perfekt
zum Verlauf passt.
Rebecca als Charaktere entspricht keinem Klischee, obwohl
mich ihre Handlung, blindlings das Haus per Internet zu buchen und dann auf
eine Bruchbude zu treffen, etwas gestört hat. Doch alle weiteren Schritte und
Taten waren für mich recht gut nachvollziehbar. Ihre Beziehung zu Jim scheint
unkompliziert, doch dieser gibt sich auch sehr verschlossen. Aber das macht ihn
wiederum interessant. Die Autorin erzählt hier eine Geschichte und oft hat man
das Gefühl, dass alles eine Bedeutung hat. Eben kein 08/15-Roman.
Sein Leben auch im späten Alter neu zu erkunden, den Mut zu
haben, sich auf Dinge einzulassen, findet hier mit „Ein Jahr auf dem Land“ eine
schöne und tiefgründige Geschichte.
Ich vergebe 5 Lesegenuss-Bücher.
Es ist nie zu spät für ein neues Glück
Vita:
Anna Quindlen, Jahrgang 1952, gehört in den USA zu den wenigen
ganz großen Autorinnen, die sowohl die Literaturkritik als auch das breite
Publikum begeistern. Ihre Romane und Sachbücher erobern regelmäßig die
amerikanischen Bestsellerlisten. Für ihre Kolumnen in der New York Times
erhielt sie 1992 den Pulitzer-Preis. Ihr Bestseller »Die Seele des Ganzen«
(1995) wurde unter dem Titel »Familiensache« mit Meryl Streep verfilmt. Ihr
neuester Roman »Ein Jahr auf dem Land« rangierte in den USA monatelang in den
Top-Ten und verkaufte sich eine viertel Million Mal.

Hallo und guten Tag,
AntwortenLöschenschöne Geschichte, die leider ihren Preis hat.
LG..Karin..
Hallo Karin, es ist Hardcover und da bezahlt man immer mehr für.
LöschenAber ansonsten - gute Story.
LG Hanne
Danke für die Rezension! Hört sich sehr gut an!
AntwortenLöschenLg Sonja
Vielen Dank für deinen Kommentar :-) Es ist nicht ganz einfach aber toll geschrieben
LöschenLG HANNE
Huhu,
AntwortenLöschendas klingt richtig gut. Ich werds mir auf jeden Fall merken :)
LG Ela
Hallo Ela, danke für deinen Kommentar. Ich denke schon, dass das Buch in deine Leserichtung paßt.
LöschenLiebe Grüße Hanne