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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Freitag, 28. Oktober 2022

Die Fabrikantinnen - Schwesternzeiten ~ Sarah Lindberg

 

Weg des Herzens – Wege des Leids

Es ist das Jahr 1954. Emmi Wagner hat die Zuckerfabrik ihres Mannes nach dessen Tod erfolgreich weitergeführt. Behutsam möchte sie nun ihre Töchter Greta und Lisa an die Fabrik heranführen. Während Lisa sich immer mehr interessiert zeigt, erweist sich Lisa als schwierig und unnahbar. Offenbar neidet sie Lisa auch, dass ihre Schwestern sich verliebt hat und heiraten will. Die Schwestern drohen sich immer mehr zu entzweien. Dann kommt es zu einem schweren Unglück. Emmi Wagner schwebt zwischen Leben und Tod. Die beiden ungleichen Schwestern sind nun gefordert, die Fabrik zu leiten. Doch plötzlich tritt ein Familiengeheimnis zutage, das Emmi lange verheimlicht hat.

Eine große Familiensaga – mitreißend erzählt. Zwei ungleiche Schwestern auf der Suche nach Liebe, Glück und Wahrheit!

Hochemotional und authentisch – beruht auf der wahren Familiengeschichte der Autorin.

Sarah Lindberg
Die Fabrikantinnen - Schwesternzeiten
Herausgeber: ‎ Rütten & Loening; 1. Edition (11. Oktober 2022) - Aufbau Verlag
Broschiert ‏ : ‎ 352 Seiten
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3352009778
€ 18,00  / Gelesen 10/2022

M̲̲̅̅e̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅ ̲̲̅̅L̲̲̅̅e̲̲̅̅s̲̲̅̅e̲̲̅̅e̲̲̅̅i̲̲̅̅n̲̲̅̅d̲̲̅̅r̲̲̅̅u̲̲̅̅c̲̲̅̅k̲̲̅̅]

1945: Endlich war der Krieg vorbei. Wie so viele andere hatte auch die Familie Wagner einen lieben Menschen hier verloren; Emil, den Ehemann und Vater, den geliebten Sohn. Doch das Leben ging weiter. Nun leitete Emmi die Zuckerfabrik, hilfreich an der Seite ihr Schwiegervater. Die Familie lebte in der Villa, die in der Hildesheimer Börde gelegen war. Dort hatte Emmi für die Mädchen Elsa als Kinderfrau eingestellt und dieser mit den beiden Söhnen ein neues Zuhause auf dem Grundstück gegeben. Emmis Mutter Thea Engel lebte ebenfalls mit im Haus. Da ereilt die Familie ein erneuter Schicksalsschlag. Die Jahre vergehen.
Emmi Wagner führt als Frau das Geschäft der Zuckerfabrik erfolgreich weiter. Während Lisa, die Älteste, Interesse an einer Zukunft hier sieht, ist Greta entschlossen zu leben. Sie kommt ganz in die Richtung von Emmis jung verstorbener Schwester. Greta träumt von einer beruflichen Karriere in der Modebranche. Momentan lebte Lisa in Berlin, wo sie einem betriebswirtschaftlichen Studium nachging. Da überrascht sie ihre Mutter mit der Nachricht, dass sie demnächst ihr ihren Freund, Johannes Falkenstein, vorstellen werde. So innig wie die Schwestern bislang waren, das Band erleidet nunmehr einen Riß. Greta erkennt schnell, was für ein Mann Johannes ist. Bei all den Widrigkeiten Emmi liebt beide Kinder. Aber Greta hat immer das Gefühl, sie bevorzuge Lisa. Es kommt zum Eklat und einem folgenschweren Unfall.
Die Autorin schildert den nicht immer einfachen Weg der Familie. Ich mag den Schreibstil. Es gibt Einblick in die Gefühlswelt der einzelnen Protagonistinnen, dem Zweifel und der Hoffnung. Irgendwie spürt man auch den Wunsch der Frauen, alte Muster aufzubrechen.
Wie auch schon zuvor im ersten Teil beginnt jedes Kapitel mit einem Zitat.
Auch das Cover ist passend zum ersten Teil. Farblich harmonisch.
Insgesamt ist "Schwesternzeiten" leicht und flüssig zu lesen und ein guter Abschluss der Reihe "Die Fabrikantinnen". Ich wurde gut unterhalten, wobei natürlich der erste Band etwas spannender war. Aber es zeigt auch, dass man nie aufgeben soll, egal was passiert. Das macht stark und gut für den Zusammenhalt der Familie.

Zitat
Verlorene Liebe, wo ist da Ersatz für?
Johann Wolfgang von Goethe - Deutscher Dichter 1749-1832

📖 📖 📖 📖   Lesegenuss Bücher

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Rezensionsexemplar
Rechte: Cover / Info - Zitat  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag


Sarah Lindberg ist das Pseudonym der Bestseller-Autorin Antje Szillat, aus deren Feder zahlreiche Kinder- und Jugendromane sowie Erwachsenenbücher stammen. Ihre Bücher wurden in mehr als dreißig Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet.

In "Die Fabrikantinnen" erzählt sie – angelehnt an die dramatische Lebens- und Liebesgeschichte ihrer Großmütter Anni und Emmi – von der Fabrikantenfamilie Wagner, die in der Nähe von Hannover ansässig waren und in den schweren Zeiten des Kriegs und der Nachkriegszeit ihre Frau stehen mussten.


Ein guter Abschluss um die Wagner-Frauen