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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Donnerstag, 19. Dezember 2013

* Ich habe mal gerechnet ...

... wie viel Zeit ich für ein gutes Buch aufwende

für ca. 400/500 Seiten lese ich   im Durschnitt          Ø       4 Stunden

(Ich lese das Buch und hierbei kommt es oft auf den Inhalt an, wie es mich anspricht etc.)

Nun schreibe ich meinen Eindruck in Kladde auf     Ø       1 Stunde

Danach erfolgt die Reinschrift, die ich aber hier so nicht aufführe, weil ich sehr schnell schreibe.

Weitere Zeit geht für das Einstellen auf dem Blog, und den Plattformen wie z. B. LovelyBooks, Amazon, Facebook usw. drauf.

Hierfür veranschlage ich mal gut                               Ø      1,5 Stunden

macht zusammen  hochgerechnet                                7 Stunden

Wenn ich dann diese 7 Stunden x € 8,50 Mindest-Stundenlohn berechne, ergibt das die Summe von

                                          EURO 59,50


Was ich mit diesen Zeilen sagen will:
Wir Blogger machen doch echt gute Werbung für die Verlage, natürlich auch für die Autoren.
(Im Durchschnitt kostet ein Leseexemplar Ø 10  €).
Also mit dieser Aufrechnung - Aufstellung meine ich nicht nur Reziexemplare, sondern Bücher allgemein, gekauft, Bücherei usw.

Rechnet die Summe mal mit all den eingestellten Rezensionen der vergangenen Jahre *ggg*

Übrigens, diese Aufrechnung bzw. der Post sollte nicht ganz so ernst genommen werden.
Mir ging das nur mal so durch den Kopf - und ab und an ein bisschen Blubberpost tut auch gut

In diesem Sinne - weiterhin viel Freude beim Lesen.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

(Rezension) Ben der Schneemann - Guido van Genechten





Guido van Genechten (Text & Bild)
Ben der Schneemann
32 Seiten
ab 4 Jahren
gebunden, durchgehend vierfarbig
ISBN 978-3-905945-38-6
€ 13.90










 Cover / Info - Verlag
mit frdl. Genehmigung durch
PIA Presseagentur Mortensen

Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension


Buchinfo lt. Verlag
Der kleine Schneemann Ben ist sehr traurig. Seit Tagen und Wochen steht er regungslos neben zwei erwachsenen Schneemännern. Sie haben ihm erzählt, dass sich Schneemänner nie bewegen dürfen, da sie sonst schmelzen. Ben hat große Angst; trotzdem sehnt sich jede einzelne Schneeflocke in seinem Körper nach Bewegung. Er möchte rennen, springen, spielen – einfach glücklich sein. Eine Wintergeschichte für alle kleinen Schneemänner.

 „Fast alle Schneemänner stehen still. Sie sind festgefroren, weil sie sich nie bewegt haben. Oder sie bewegen sich nicht, weil sie sich fürchten und lieber auf ihrem vertrauten Platz stehen bleiben. Einige von Ihnen glauben sogar, dass wir schmelzen, wenn wir uns ein bisschen bewegen!“

Statement
Ein Blick auf das Cover und ins Buch läßt ahnen, dass es sich hier um ein schönes illustriertes Buch mit einer besonderen Geschichte handelt. Es geht um Ben, den Schneemann. Ein Wintermärchen, passend zur Jahreszeit.
Bei diesem, mit kurzem Text auf jeweils einer der wunderbaren illustrierten Doppelseiten, entführen gerade diese großflächigen Illustrationen den Vorleser, Leser und die Kinder in die Geschichte um Ben. Schon von Beginn an laden die Illustrationen zu eigenen, aus der Phantasie heraus entsprungenen Geschichten ein. Man möchte gar vergessen, dass es ja eigentlich „nur“ eine Geschichte ist-.
Oft stellt sich die Frage, welche Kriterien sollen gute und kindgerechte, dem Alter entsprechende, Bücher haben.
Bei dem Buch „Ben der Schneemann“ tauchte beim Vorlesen die Frage auf, warum darf er sich nicht bewegen. Warum und weshalb gibt es eben diese Vorschrift? Was also passiert mit Ben, als er sich darüber hinwegsetzt und seinen Platz verlässt?
Die harmonischen Farben runden das Gesamtbild um die Geschichte ab. Jeder Illustrator verwirklicht seine Vorstellung zu einem Buch, dass es etwas Besonderes wird.
Fazit:
Ich gebe dem Buch meine Leseempfehlung. Kritisch betrachte ich allerdings den Preis, der wohl so manchen evtl. Käufer abschrecken könnte.
Das vom Verlag angegebene Alter kann durchaus vorgezogen werden, denn für Kinder ab zwei Jahren ist es auf jeden Fall schon interessant. 

Ich vergebe zauberhafte vier Lesegenuss-Kinderfeen.



Vita:
Guido van Genechten wurde 1957 in Mol (Belgien) geboren. Er studierte Zeichnen und
Malerei sowie Grafik und Fotografie an der Akademie für Kunstwissenschaft in Mol. Im Anschluss arbeitete er viele Jahre in der Grafikbranche. Heute widmet er sich ausschließlich der Illustration von Kinderbüchern.

Montag, 16. Dezember 2013

[Rezension] In allertiefster Wälder Nacht ~ Amy McNamara



Amy McNamara
In allertiefster Wälder Nacht
Taschenbuch
464 Seiten
Verlag: cbt (11. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570308882
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: LOVELY, DARK, AND DEEP
€ 8,99
Auch als EBOOK erhältlich



© Cover / Info - Verlag -

Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Herzlichen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar.




Verlagsinfo:
Sie sucht die Dunkelheit, er das Licht
Jeden Tag fährt Wren mit ihrem Mountainbike durch die dunklen Wälder von Maine. Seit dem Unfall, bei dem ihr Freund starb, wohnt sie im Haus ihres Künstlervaters – weit weg von der Mutter und den Freunden. Hier kann sie allein sein, muss nicht reden, wird eins mit dem Schweigen der Wälder. Bis Cal Owen sie fast mit dem Auto überfährt. Cal verbirgt ebenso wie Wren eine schmerzhafte Vergangenheit. Als er Wrens selbstgewählte Isolation zu durchbrechen droht, muss Wren sich entscheiden zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart …

Statement:
„Ich heiße Mamie, mein Dad nennt mich Wren.“
(S. 48)
 „Ich bin im Nirgendwo.“
Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Also sage ich nichts.“

Seit dem Unfall, bei dem Mamie/Wrens Freund Patrick ums Leben kam, lebt sie im abseits gelegenen Haus ihres Vaters in den Wäldern von Maine, allein.
Allein mit sich, der selbst gewählten Einsamkeit, der Trauer.
Sehr zum Ärger und Unverständnis ihrer Mutter, die ständig bei ihr anruft, Vorhaltungen macht – nein, das ist nicht das korrekte Wort – sie macht sich Sorgen, und möchte, dass ihre Tochter endlich wieder ins normale Leben zurückkehrt.
Mamie, der Name war gestorben, es gab nur noch Wren.
Und das macht sie ihr immer wieder klar.

Gefangen von dem Vorher und Nachher, nicht mehr frei zu sein von dem, was geschehen war. Und so läuft Wren, Tag für Tag, versucht sich zu befreien, kann nicht weinen, alles ist so lautlos.
Doch Wrens Leben ändert sich, als sie Cal Owens kennenlernt. Sie war mit dem Rat auf der wenig befahrenen Landstraße unterwegs, er mit dem Auto. Durch eine Unachtsamkeit kommt es zu einem Zusammenstoß. Bis auf ein paar kleine Verletzungen bleibt Wren unverletzt. Cal Owens, von ihm erfährt sie, dass er MS hat. Es erklärt die Krücken in seinem Auto.

Verlust und Trauer, wie gehen Betroffene damit um?
Denn im Prinzip ist es das Umfeld, die Familie, die Freunde, sie alle sind davon betroffen.
Wie reagieren sie auf die Konsequenz, den Schritt der gewählten Einsamkeit von Wren?
Jeder möchte wieder die gewohnte alte Normalität, doch das ist auszuschließen.
Es gibt kein Vorher mehr.
Und Cal öffnet sich gegenüber Wren, erzählt von seiner Krankheit, die ihm seine Mutter nahm. Er muss mit dem Wissen der Krankheit leben.
Wren, es gab etliche Momente, wo ich am Überlegen war, wie würde ich  mich verhalten, um ihr zu helfen. Es gibt etliche Stellen im Buch, wo Wrens Fortschritt zu sehen war, dann aber zog sie sich wieder in ihr Schneckenhaus zurück und ließ niemanden an sich heran.
Cal und Wren, zwei ausgeprägte und glaubhaft beschriebene Charaktere, beide mit Problemen, und doch dafür da, um sich zu helfen/retten.
Nicht zu vergessen die Nebencharaktere in der Geschichte. Auch wenn sie teils im Hintergrund auftauchen, spielen sie schon eine Rolle in der Story.
Das Buch „In allertiefster Wälder Nacht“ hinterlässt einen tiefen Eindruck. Wer viel Dramatik angesichts der eingebundenen Themen erwartet, wird enttäuscht sein.
Amy McNamara hat auf sehr ruhige Art die Protagonisten, deren Schicksal, die Gefühle und Empfindungen ihre Geschichte erzählen lassen. Wrens derzeitiges Leben ist gezeichnet vom Verlust
Sich fallen lassen, sich aber nicht aufgeben, nicht im Sumpf der Depressionen zu versinken, neuen Lebensmut schöpfen, aus der Verzweiflung raus und Mut zum Leben, man sollte versuchen dies aus der Sicht des Betroffenen zu sehen, um zu verstehen.
Ein realistisches Buch, mit viel Tiefe, Themen wie Verlust, Trauer, Depressionen aber auch Hoffnung.
Jedes Kapitel trägt seine eigene Überschrift und das Cover in seinen dezent gehaltenen Farben spricht an.
Mit ihrem Debütroman hat die Autorin ein realistisches Thema aufgegriffen. Ich gebe meine Leseempfehlung für „In allertiefster Wälder Nacht“.
Ein „Must read“ Buch!!!  Es gibt die Höchstbewertung - Sechs Lesegenuss-Bücher*


Vita: 
Amy McNamara lernte schon mit drei Jahren zu lesen und tut dies seitdem ohne Unterlass. Sie hat einen Abschluss in Französischer Literatur und Lyrik. Ihre Gedichte sind in zahlreichen Zeitschriften erschienen und für den Pushcart Preis nominiert worden. In allertiefster Wälder Nacht ist ihr erstes Jugendbuch. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in New York und arbeitet bereits an ihrem nächsten Roman.