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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Sonntag, 9. Februar 2014

(Rezension) Das Falsche in mir - Christa Bernuth



Christa Barnuth
Das Falsche in mir
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; 
Auflage: EA, (1. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423249928
€ 14,90
Auch als EBOOK erhältlich

Link ► zum Buch ◄ Verlagsseite
© Rechte: Cover / Info - dtv Verlag
Vielen Dank an den Verlag  für das Leseexemplar!




Buchinfo
Lukas Salfeld hat als Jugendlicher seine Freundin ermordet und dafür im Gefängnis gesessen. Nach seiner Entlassung führt er jahrzehntelang ein normales Leben und glaubt, seine gefährlichen Triebe im Griff zu haben. Bis plötzlich wieder ein junges Mädchen nach dem gleichen grausamen Muster getötet wird und er sofort unter Verdacht gerät. Besessen macht Salfeld Jagd auf den Täter. Doch was, wenn er es selbst war?

Statement
Der Anfang: Leander Kern heißt nicht wirklich so. Aber der Name klingt gut. Und es gibt noch einen Grund, weshalb er sich so nennt.
Darkwave.
Und weiter geht es mit einem ausdrucksstarken Liedtext. Der Roman wird von mehreren Personen erzählt, zum einen vom Mörder, der Ermittlerin und noch weiteren.
In seiner Jugend wurde Lukas Salfeld aufgrund eines Tötungsdeliktes verurteilt, da er wie im Rausch seine damalige Freundin ermordet hatte und nach der Tat wie im Rausch noch mit Messerstichen auf sie eingestochen hatte. Nun war er Anfang Fünfzig, besaß einen neuen Namen, hatte Familie, Kinder. Doch er gerät unter Verdacht, als eine Mädchenleiche gefunden wird, die genau nach seinem Tötungsmuster aufgefunden wurde. Erschwerend für ihn, dass er seit geraumer Zeit wieder diese Lust in sich spürt, Frauen zu beobachten, seine Fantasien beherrschen ihn. Zur Mordzeit hat er kein Alibi, er flieht um selbst herauszufinden, was geschehen war. Nicht ganz einfach, denn er hat keinerlei Erinnerung an diese Nacht.
Sehr spannend, erklärend und nachvollziehbar, detailliert geschrieben, die Autorin schafft es, den Leser in den Bann eines absolut Gänsehaut erzeugenden Thrillers zu ziehen. Gerade die Thematik Sexualdelikte, Täter und Opfer, man muss schon ein gewisses Fingerspitzengefühl an den Tag legen, um sich hiermit zu beschäftigen, dann noch einen Roman daraus zu schreiben. Was sich hinter der Fassade eines einzelnen Menschen verbirgt, kann gruselig sein.

Fazit:
Nach sehr langer Zeit habe ich mich mal wieder ins Genre Krimi/Thriller gewagt und war überrascht! „Das Falsche in mir“, ein Psychothriller, der es in sich hat.

Samstag, 8. Februar 2014

(Neuzugänge) ♥ ... der Rest aus Januar 2014

Nachstehende Bücher haben mich ebenfalls noch im Januar erreicht:


(Ein Klick auf den Titel führt euch direkt zur Verlagsseite)

Darien Gee - Sternenstaub und Sonnenküsse 

Sechs Frauen. Sechs Lebenswege. Eine gemeinsame Geschichte …
Bettie Shelton ist sich sicher: Ihre Heimatstadt Avalon in Illinois ist eines der reizendsten Fleckchen in Amerika. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Bettie das Oberhaupt einer kleinen, aber feinen Damengesellschaft ist. Sechs Frauen kommen regelmäßig in Avalon zusammen, um die Details ihrer Leben in liebevoll gestalteten Erinnerungsbüchlein festzuhalten – dabei tauschen sie sich über die Vergangenheit aus und hoffen auf die Zukunft. Während ihrer langen Gespräche stellen sie fest, dass es ein Glück sein kann, sich an Orten wiederzufinden, nach denen man am wenigsten gesucht hat …
In einer Nacht im Mai 1948 verliert der begnadete Geiger Ilja Grenko seine beiden wertvoll­s­ten Schätze: seine Familie und seine Stradivari. Erst dem eigensinnigen Sascha Grenko, Iljas Enkel, wird es viele Jahrzehnte später gelingen, Licht in das grausame Geschehen von damals zu bringen. Doch der Preis dafür ist hoch - viel zu hoch … 
Judith Winter - Siebenschön

›Theo hat versagt.‹ Erstaunt blickt Christina Höffgen auf. Wer um Himmels willen ist Theo? Sie liest weiter. ›Du solltest Dich lieber beeilen. Die Adresse ist: Fordstraße 237. Ach übrigens: Ihr Name ist Jennifer.‹«
Der rätselhafte Brief lässt Christina nicht mehr los. Gemeinsam mit ihrem Mann fährt sie zu der angegebenen Adresse, auch wenn sie nicht daran glaubt, dort tatsächlich eine Jennifer zu finden. Ein großer Irrtum.
Die Abteilung für Kapitaldelikte der Zentralen Kriminaldirektion Frankfurt am Main spannt die beiden Kommissarinnen Emilia Capelli und Mai Zhou zusammen, um die bizarrste Mordserie aufzuklären, die die Stadt je erlebt hat. Unterschiedlich wie Tag und Nacht, misstrauen die beiden Frauen einander auf Anhieb. Doch wohl oder übel müssen sie sich zusammenraufen, denn bald jagen sie einen gewissenlosen Serienkiller, der seine Morde als grausige Themenwelten inszeniert. Und sein »Werk« ist noch nicht vollendet …

Christiane André – Eva und die 40 Männer

Die Rolle der betrogenen Ehefrau passt nicht zu ihr, findet Eva und lässt ihren untreuen Ehemann, ihren fast erwachsenen Sohn und ihre Stelle als Lehrerin in der ostdeutschen Provinz zurück. Bei ihrer Freundin Silke in Berlin findet sie Unterschlupf, Ablenkung und Anregungen für den Neustart. Nachdem Silke heimlich eine Kontaktanzeige aufgegeben hat, vereinbart die wenig begeisterte Eva vereinzelte Treffen: mit einem bekennenden Nudisten, einem schüchternen Tierfreund und einem mürrischen, aber redseligen Intellektuellen. Eigentlich hat Eva von Männern die Nase voll. Eigentlich …
Susanne Goga – Mord in Babelsberg

Berlin 1926. Im Hof einer eleganten Wohnanlage in Kreuzberg wird die Leiche einer Frau entdeckt, die mit einer Scherbe aus rotem Glas erstochen wurde. Kommissar Leo Wechsler muss am Tatort erkennen, dass es sich bei der Toten um seine ehemalige Geliebte Marlen Dornow handelt, die er seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Er erzählt niemandem von seiner Verbindung zu der Toten, auch nicht seiner Frau Clara, sondern stürzt sich verbissen in die Ermittlungen. Wie sich herausstellt, hatte Marlen sich von wohlhabenden Männern aushalten lassen, zuletzt von einem Politiker, der ein enger Mitarbeiter des Außenministers Gustav Stresemann ist. Kurze Zeit später gibt es einen zweiten Toten: Viktor König, der gefeierte Filmregisseur, wurde ebenfalls mit einer roten Glasscherbe erstochen …

Nun ja, was noch fehlt sind ertauschte oder gekaufte Bücher. Aber die finden sich irgendwann aufgelistet in meinem SuB - vielleicht schaffe ich ja auch noch einen Post dazu...

Habt Ihr schon ein Buch von den vorgestellten gelesen?

(Rezension) Das Haus am Hyde Park - Monica McInerney




Monica McInerney
Das Haus am Hyde Park
Taschenbuch
480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442479979
Originaltitel: The House of Memories
€ 9,99
auch als EBOOK erhältlich








Kurzinfo / Verlag:
Ella hat verloren, was sie am meisten liebt. Doch ihre bezaubernd verrückte Familie setzt alles daran, Ella das große Glück zurückzugeben.

Statement:
Das Glück von Ella und Aidan zerbricht. Durch einen schrecklichen Unfall verlieren sie ihr geliebtes Kind. Ellen verlässt Australien und damit auch Aidan und geht zu ihrem geliebten Onkel Lucas nach England. Dort will sie ein neues Leben beginnen. Lucas will ihr helfen, doch Ella ist voller Trauer und Schmerz. Da greift die Familie zu einer List, ohne dass Ella es merken soll, um ihr zu helfen. Denn sie ist keineswegs über die Liebe ihres Lebens, Aidan, hinweg.
Onkel Lucas lebt in einer alten riesengroßen Villa am Hyde Park. Der Professor ist so etwas wie ein Samariter und in seinem Haus wohnen einige mittellose Studenten. Das Haus ist vollgestopft mit Büchern – und Erinnerungen. Schon immer hatte Ella diese Villa fasziniert, aber nicht nur das, sondern auch ihren geliebten Onkel Lucas.
Die Geschichte lebt durch die Korrespondenz seitens Ella mit Onkel Lucas. Es ist ein Roman von emotionaler Tiefe. Ellas Halbbruder lebt in Amerika und auch er hat seine Geschichte. So hat die Autorin mehrere Lebensgeschichten der Familie miteinander verbunden und daraus eine bewegende Familiengeschichte geschrieben, in der es um Liebe und Trauer, aber auch um Vergebung geht. Alles in allem sehr glaubwürdig geschrieben, nachvollziehbar. Nicht nur Ella spielt eine Hauptrolle in dem Buch, die vermeintlichen Nebencharaktere nehmen sehr viel Platz ein, vor allem aber Onkel Lucas. Ich liebe diese Charaktere! Die Autorin hat lebendige Protagonisten geschaffen, so dass trotz des bewegenden Hintergrunds gerade die Realität durch ihren wunderbaren Schreibstil überzeugt. Stilistisch gut aufgebaut, wird die Geschichte ruhig erzählt.

Fazit:
Familiengeschichten gehören zu meinem Lieblingsgenre und bereits nach wenigen Seiten war ich eingetaucht in die Geschichte „Das Haus am Hyde Park“. Die Entwicklung der Geschichte war nicht ganz so vorhersehbar, wie man dachte.  

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag für das Leseexemplar