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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Montag, 16. Februar 2015

Book Treasure || Buchreise durch ... Andersens Märchen in Farbe

 Buchreise "Andersens Märchen in Farbe"

Ein jeder, der Märchen liebt, kennt auch die Geschichten von Hans Christian Andersen.
Es gibt die sehr bekannten wie "Die Prinzessin auf der Erbse", "Die Schneekönigin", oder "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen", "Däumelinchen" und und und … als auch weniger bekannte bzw. sich nicht mehr erinnert.
Es ist etliche Jahre her, dass ich mir "Andersens Märchen in Farbe" gekauft habe. Das waren nicht nur die Illustrationen, die mich dazu verleiteten, sondern halt auch etliche im Inhaltsverzeichnis aufgelistete mir unbekannte Märchen.
1805 wurde Hans Christian Andersen in Dänemark geboren. Dass er die Lateinschule als auch Universität besuchen konnte, verdankte er dem Dänenkönig Friedrich IV. Seine Ideen für die Märchen holte Andersen sich aus den Erlebnissen seiner Reisen durch Europa.
Eine gute Auswahl an Märchen zeichnet dieses Buch aus - zum Selberlesen - zum Vorlesen - für die ganze Familie.
Insgesamt finden sich 46 Märchen in dem Buch wieder. Kleinere Motive wechseln  ganzseitigen Bildern und  runden die jeweilige Geschichte ab. Hier kann man wirklich sagen – Illustrationen und Geschichten ergänzen sich wunderbar. Mit kleinen Ausschnitten möchte ich euch mitnehmen auf die Buchreise durch die wunderbaren Märchen von Hans Christian Andersen.

Andersens Märchen in Farbe 

mit Illustrationen von Miloslav Disman 

Ravensburg FX. Schmid. 2001  
32 cm
320 S.
Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3897827561

 Die Inhaltstexte sind nach der Vorgabe aus dem Buch wiedergegeben.
Die Prinzessin auf der Erbse
Es war einmal ein Prinz, und der wollte eine Prinzessin freien, aber es sollte eine durch und durch echte Prinzessin sein. Also reiste er durch die ganze Welt, weil er eine solche gern gefunden hätte, aber überall ging ihm etwas gegen den Strich. Prinzessinnen gab es zwar im Überfluß, aber ob es wirklich echte Prinzessinnen waren, konnte er nie ergründen, denn überall stimmte irgendeine Kleinigkeit nicht. Und so kehrte er ganz niedergeschlagen nach Hause zurück, denn er hätte ja so gern eine Prinzessin nach seinem Sinn gefreit.
Eines Abends zog ein schreckliches Gewitter auf. Es blitzte und donnerte, der Regen goß in Strömen, es war ganz schrecklich! Da klopfte jemand an das Stadttor, und der alte König machte sich auf, es zu öffnen.   … Und so merkten sie gleich, dass es eine wirkliche Prinzessin war, denn sie hatte die Erbse durch die zwanzig Matratzen und zwanzig Eiderdaunbetten hindurch gespürt …

Weiter geht es mit folgenden Märchen: "Das Feuerzeug", "Des Kaaisers neue Kleider", "Der standhafte Zinnsoldat", "Die kleine Seejungfrau", "Der fliegende Koffer", "Der Schweinehirt", "Die Nachtigall".
"Die Nachtigall" gehört mit zu meinen Lieblingsgeschichten … "bis an das blaue Meer hinab führte der kaiserliche Garten, so dass die großen Schiffe bis unter die über das Wasser hinaushängenden Äste und Zweige segeln konnten.
Hier wohnte eine Nachtigall, die sang so herrlich, dass selbst der arme Fischer, der doch so viel anderes zu tun hatte, still im Rudern einhielt und ihrem Gesang andächtig lauschte. "Ach Gott, wie ist das schön!" sagte er. 
 "Das hässliche junge Entlein", "Die glückliche Familie" erzählt von den letzten beiden uralten weißen Schnecken, die ganz tief in einem Klettenwald lebten. 
"Die Schneekönigin" ein Märchen in sieben Geschichten: Erste Geschichte - Von dem Spiegel und den Scherben; Zweite Geschichte: Ein kleiner Junge und ein kleines Mädchen; Dritte Geschichte: Der Blumengarten der Frau, die zaubern konnte;  Vierte Geschichte: Prinz und Prinzessin; Fünfte Geschichte: Das kleine Räubermädchen; Sechste Geschichte: Die Lappin und die Finnin; Siebente Geschichte: Von dem Schloss der Schneekönigin und was sich später dort ereignete.
 "Kay und Gerda sahen sich in die Augen; denn jetzt verstanden sie das alte Lied: "Röslein, du blühst, wirst wieder vergehen, wir werden das Christkindlein bald sehen!" 
Einzigartig sind die zauberhaften Illustrationen, das es eine wahre Freude ist, diese Märchen zu lesen.
 "Die Hirtin und der Schornsteinfeger", "Kindergeplauder" (wahre Worte!), "Der Schatten", "Der Tannenbaum", "Das Geldschwein", "Die Kröte", "Die wilden Schwäne" (muss man kennen), "Ole Lukoie" (war mir unbekannt), "Der kleine Klaus und der große Klaus", "Die Blumen der kleine Ida" (ich mag diese Geschichte sehr), "Die Nachbarfamilien", "Fünf in einer Schote", "Der Reisekamerad" (Textauszug: "Lieber Johannes, meine Zeit ist um. Ich habe nur meine Schuld bezahlt. Erinnerst du dich des Toten, dem böse Menschen Übles tun wollten? Du hast deinen ganzen Besitz hergegeben, um für ihn Ruhe im Grab zu erkaufen. Der Tote bin ich!" Und mit seinem letzten Wort war er verschwunden.
"Der letzte Traum der alten Eiche" - ein Weihnachtsmärchen (Anfang: In einem Wald in der Nähe der Meeresküste stand ein uralter Baum, eine Eiche, die dreihundertfünfundsechzig Jahre zählte. Für uns Menschen ist das eine undenkbar lange Zeit. Wir wachen am Tag und schlafen in der Nacht, ein Baum aber wacht drei Jahreszeiten hindurch und versinkt erst gegen Winter in Schlaf. Der Winter ist seine Nacht nach einem langen Tag, den wir Frühling, Sommer und Herbst nennen. 
"Der Schneemann", "Die alte Straßenlaterne", "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen", "Tölpel-Hans", "Suppe aus einem Wurstspeiler" - eine Geschichte, die man lesen sollte; "Etwas" handelt von fünf Brüdern, die alle etwas werden wollten, aber lest selbst; "Der Schnelläufer", "Guter Dinge", "Die Sonne erzählt", "Der Schmetterling" - von einem Schmetterling, der ein Hagestolz war; "Hofhahn und Wetterhahn", "Eine Rose vom Grabe Homers" "Feder und Tintenfass", "Die Schnecke und der Rosenstock", "Der Springer", "Was Vater tut ist immer gut" - die letztgenannten Märchen sind alle sehr kurz und sagen doch so viel aus.
    ""Der Marionettenspieler", "Das Gänseblümchen", "Der Flaschenhals", "Alles am rechten Platz" und das letzte Märchen heißt "Der Urgrossvater".


Tief im Inneren sind wir doch alle noch Kinder …

Lust auf einen kleinen Test? Dann klick "HIER".
Dort kannst du feststellen, wie alt du in deinem Inneren bist.
(Auszug aus meinem Ergebnis:
TIPP: Nimm dir mehr Zeit für dich. Denke nicht nur an deine Pflichen und probiere mal neue Hobbys aus.)

DANKE, dass du bis zum Ende gelesen hast. 
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag

Samstag, 14. Februar 2015

(Rezension) Das Land der goldenen Tempel - Di Morrissey


Di Morrissey
Das Land der goldenen Tempel
Gebundene Ausgabe
432 Seiten
Verlag: Knaur HC (1. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3426653555
Originaltitel: The Golden Land
€ 19,99

 Cover - Info - Kauflink
VERLAG



 
Ein kostbares Dokument,
ein geheimnisvolles Land,
eine abenteuerliche Suche
In Australien stößt die junge Mutter Natalie inmitten alter Unterlagen auf ein kostbar erscheinendes Schriftstück, das ihrem Großonkel gehört haben muss. Neugierig liest sie seine hinterlassenen Briefe und spürt der Geschichte dieser Antiquität nach. Sie folgt den Spuren des Geheimnisses schließlich bis ins abenteuerliche Burma: Land der Pagoden, Paläste und uralten Riten …
  
Meine Meinung:
„Das Land der goldenen Tempel“ ist ein Roman, deren Handlung in mehreren Zeitebenen spielt.

2006: Das Ehepaar Natalie und Mark Cutler war mit ihren beiden Kindern, der dreijährigen Charlotte und dem achtzehn Monate alten Adam in den Küstenort Gold Coast, Queensland gezogen. Als Natalies Mutter sie um Hilfe bei ihrem Umzug aus dem großen Haus bittet, hilft sie. Zumal Mark berufsmäßig durch den neuen Job nur alle vier Wochen nach Haus kam. Da findet Natalie in den Sachen einige alte Briefe sowie ein ganz besonderes Schriftstück.

Die Handlung beginnt im Jahr 1885 in Burma, und so geht es von der Vergangenheit, der britischen Kolonialzeit bis in die Gegenwart. Hauptgegenstand ist das burmesische Schriftstück, welches Natalies Interesse weckt und ihr eine Zeit nahe bringt, die mit ihrer Familie zu tun hat. Die Grundidee zum Buch hat mir gut gefallen. Die Handlung anfangs sehr langsam. Das Geheimnis um das Relikt zeigt Natalie eine völlig neue Welt. Doch es läuft nicht alles problemlos ab. Aber die Faszination, die das Schriftstuck auf Natalie ausübt, hat sich leider nicht ganz so bei mir eingestellt. Doch ich bin froh, das Buch nicht einfach in die Ecke gelegt zu haben, denn das letzte Drittel war richtig gut.
Die Protagonisten haben Ecken und Kanten, allerdings kamen sie teils doch farblos herüber. Was der Autorin wirklich gut gelungen ist, war die Beschreibung der Kulisse Burmas.

Fazit:
Meine Erwartungen an das Buch durch den Titel waren schon in eine bestimmte Richtung ausgerichtet. Die Darstellung und Beschreibung von etlichen Dingen, sind der Autorin gut gelungen.  Die vielen Schauplätze der Handlung tragen die Geschichte und somit das Geheimnis um das Schriftstück. „Das Land der goldenen Tempel“ ist kein Buch für Leser, die nur den normalen, leichten Standard bevorzugen. Aber es kann neugierig machen und hoffentlich Lust auf mehr von der Autorin zu lesen. 
Ich vergebe 4/5 Lesegenuss-Bücher.

Dienstag, 10. Februar 2015

(Rezension) Herrscher der Gezeiten - Nichola Reilly



Nichola Reilly
Herrscher der Gezeiten
Gebundene Ausgabe
352 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (12. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3956491061
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
€ 14,99

Meine Meinung:

Die Handlung von „Herrscher der Gezeiten“ der Autorin Nichola Reilly spielt in einer Zeit, wo die Erde vom Wasser überflutet ist. Einige hundert Menschen leben auf einer kleinen Insel und kämpfen ums Überleben. Beherrscht wird der Alltag von den Gezeiten, Ebbe und Flut. Während der Flut müssen alle Bewohner, bis auf den Herrscher der Insel, auf einer Plattform sich in Sicherheit bringen. Dort hat jeder einen festen Platz. Die Leute am Rande sind allerdings die gefährdetsten und im Meer lauern grauenhafte Tiere, die Kritzler. Derzeit sind es nur noch 496 Leute und wenn jemand verschwindet, ist davon auszugehen, dass er Opfer dieser Ungeheuer wurde.
Geschrieben in der Ich-Erzählperspektive von Coe, einem jungen Mädchen, welches aufgrund ihres Alters noch in der Mitte der Plattform ihren Platz inne hat. Als kleines Kind verlor sie bei einem Kritzlerangriff einen Arm und war daher nur für niedrige Arbeiten, die Toilette zu reinigen, zuständig. Doch sie hatte einen Freund an ihrer Seite, der sie beschützte, vor allem, nachdem Coe ihren Vater Buck Kettlefish verloren hatte Und sie kümmerte sich um das jüngste Mitglied der Gesellschaft, Fern, deren Mutter vor vielen Gezeiten gestorben war. Aber was war mit Coes (Corvina) Kettlefishs Mutter passiert? Weitere Kinder durften nicht geboren werden. Der Platz wurde immer begrenzter, das Überleben immer schwieriger. Im noch vorhandenen Schloß regierte der alte, sterbenskranke König Wallow. An seiner Seite das einzige Kind, die heranwachsende Prinzessin Star.
Nach einer Flut geschieht etwas merkwürdiges. Der König sucht das Volk auf und Coe wird ins Schloß befördert. Sie soll die neue Zofe an Stars Seite werden. Da der König sehr krank ist, musste seine Nachfolge geregelt werden. Und so wird die Hochzeit der Prinzessin Star und Tiam beschlossen. Tiam, Coes engster Freund und Vertrauter. Das Volk ist aufgebracht und halten Tiam für nicht fähig. Es geht ums reine Überleben, Tagträume sind nicht erwünscht. Dass Coe eine Eigenschaft besitzt, die kein anderer der Gemeimschaft hat, ist für sie nur von Nutzen. Hatte der Vater ihr doch das Lesen beigebracht und sie nutzt jede Gelegenheit, um in ihrem geliebten Buch zu lesen. Es tröstet sie. Ein altes Tagebuch, und wie sich im Laufe der Handlung herausstellen wird, von großem Nutzen, dass Coe es fast auswendig kennt.
Anfangs konnte ich den „unsichtbaren roten“ Leitfaden der Handlung nicht erkennen, allerdings ändert sich das sehr schnell im zweiten Kapitel.
Die Beschreibung der Lebensumstände, der Bewohner der kleinen Insel, die gefährliche Zeit auf der Plattform während der Flut ist so konkret beschrieben, man riecht förmlich die Angst der Leute, riecht das Meer, die Luft.
Eine sehr spannend geschriebene Geschichte mit außergewöhnlichen Protagonisten  Ein Leben zwischen Ebbe und Flut, Menschen, die ihr Wissen verloren haben, nicht weitergegeben von Generation zu Generation, der Kampf ums Dasein. Und hinzu kommt das Geheimnis um Coe. Die Frage, wer war ihre Mutter, die sie nie kennengelernt hatte.
Die geschaffene Welt, die kleine Insel Tides, und die Idee was passiert, wenn ... rundum eine spannend geschriebene Geschichte, die den Leser packt und in seinen Sog hineinzieht.
Am Ende angelangt, stellt sich die Frage, wie geht es weiter.
Es bleibt spannend!

„Herrscher der Gezeiten“ überrascht mit einer guten Idee, Dystopie- und Fantasieelemente, dunklen Zukunftsvorstellungen. Sehr authentisch, spannendes Jugendbuch – geeignet für Jung und Alt, die dieses Genre gern lesen. 
Ich gebe meine absolute Leseempfehlung und 5 Lesegenuss-Bücher.

Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Herzlichen Dank an den Verlag und BloggdeinBuch  für das Rezensionsexemplar.

Buchinfo:
Wer diesen Roman gelesen hat, wird das Meer mit anderen Augen sehen … Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund. Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt …

Vita:
Nichola Reilly wuchs an der Küste von New Jersey auf. Von dem Erlös für ihren ersten Roman kaufte sie sich eine Schaukel, ganz für sich selbst. Nichola liebt alles, was mit Disney zu tun hat, aber auch Zombie-Geschichten – und Schokolade. Mehr über Nichola unter www.nicholareilly.com oder auf ihrer Facebook-Seite www.facebook.com/nicholareillybooks.