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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Sonntag, 28. April 2019

(Rezension) "Mühle mit Meerblick" ~ Kim Henry

Wo du zu Hause bist …
Ein altes Foto ist das Einzige, was Line von ihrer Mutter hat. Im Hintergrund zu sehen ist eine Mühle am Strand. Durch Zufall findet Line heraus, dass es sich um eine Aufnahme von der Ostseeinsel Strynø handelt. Kurzentschlossen reist sie dorthin, um ihre Wurzeln zu finden. Tatsächlich trifft sie auf eine Verwandte und wird mit offenen Armen empfangen. Zum ersten Mal erfährt Line so etwas wie Geborgenheit. Wie eine wärmende Decke umhüllt sie der Zauber des Eilands. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Adam, der zurückgezogen in der Mühle am Strand lebt …

Kim Henry || Mühle mit Meerblick ||  TB 384 S. || Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (1. März 2019)  || ISBN-13: 978-3956498503 || € 9,99
Gelesen 04/2019

Die einzige Erinnerung an ihre Mutter war ein altes Foto. Schon sehr früh kam Line in Pflegefamilien. In einem Bericht fiel ihr die Mühle auf, die sie von dem Foto her kannte. Die stand auf der Insel Strynø. Kurzentschlossen packt sie all ihre Sachen, was nicht viel war, und bricht die Zelte in Kopenhagen ab. Angekommen auf Strynø dauert es nicht lange, bis Line ihrer Großmutter gegenüber steht.
Was es heißt, hier bin ich daheim, erfährt sie nun. All die vermisste Liebe und die Suche nach Geborgenheit, es scheint so, als sei Line heimgekommen.
Dass sie gleich auf der Überfahrt die Bekanntschaft mit einem Mann bzw. dessen Auto auf der Fähre macht, wo sie später feststellt, dieser wohnt in der besagten Mühle. Zurückgezogen von der gesamten Dorfgemeinschaft. Doch Line gibt nicht auf, denn sie will ihm nicht nur den kaputten Autospiegel ersetzen, sondern herausfinden, warum er wie ein Einsiedler lebt.
Bald schon findet Line einen Aushilfsjob auf der Fähre. Sie liebt das Meer. Doch der Job bringt ihr Unannehmlichkeiten, denn man findet heraus, dass sie eine große Leseschwäche hat.
"Mühle mit Meerblick", auf den ersten Blick ein scheinbar normaler Liebesroman mit dem Hintergrundthema, wer ist meine Familie.
Während die Inselgemeinschaft Line aufnimmt, hat es Adam bisher nicht geschafft. Er lebt wie in einem Schneckenhaus in der Mühle.
Ich habe diesen Ausflug in das Nachbarland genossen. Das Buch hat einen leichten Einstieg. Die Kombination um die Protagonisten hat mir schon gefallen. Die Autorin versteht es, die Protagonisten so gut zu charakterisieren und die Landschaft der Insel Strynøbesonders bildhaft darzustellen. Dazu gibt es interessante Nebencharaktere, die sich einmischen und das Geschehen abrunden. Eigentlich ist die gesamte Inselbewohnerschar mehr als erwähnenswert. Zum Wohlfühlgefühl kommt noch das Ambiente der Insel.
Allerdings kann ich nicht behaupten, dass die Story sehr bewegend war. Sie war nicht alltäglich, aber sie hat mich auch nicht hundertprozentig abgeholt. Die Handlung spielt über einige Monate. Der Schreibstil des Autorenduos ist locker und unkompliziert. Aber dennoch empfand ich vieles zu durchschaubar.
Generell hat mir das Buch gefallen, denn es bietet Unterhaltung. Aber dennoch fehlte mir das gewisse Extra.
"Mühle mit Meerblick" ist ein Inselroman, in dem die Geschichte um Liebe, Familiensinn aber auch die Liebe zu Büchern erzählt. Wo die Sehnsucht dich hinzieht …

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Willkommen auf  Strynø …

Kim Henry ist das Pseudonym des deutsch-dänischen Autorinnen-Duos Nicole Wellemin und Corinna Vexborg. Corinna und Nicole lernten sich 2011 in einem Hobby-Schriftstellerforum kennen und stellten bald fest, dass sie die Leidenschaft für romantische Geschichten mit Happy End teilen. Seither lassen sie das Internet zwischen der dänischen Insel Fünen und dem bayerischen München glühen. Über eine Entfernung von über tausend Kilometern hinweg entstanden auf diese Weise zahlreiche Romane, von denen einige es bereits auf die BILD-Bestsellerliste geschafft haben.

Samstag, 27. April 2019

(Rezension) "Die Gabe der Liebe" ~ Debbie Macomber

Was, wenn es der letzte Wunsch deiner großen Liebe ist, dass du eine andere heiratest?

Michael ist überwältigt. Ein Jahr ist es her, dass er seine große Liebe Hannah verloren hat – ein Jahr voller Trauer. Jetzt hält er ihren letzten Brief in den Händen. Und doch kann er nicht tun, was sie sich von ihm wünscht. Er soll sich neu verlieben, heiraten und das Glück finden, das die Krankheit ihm genommen hat. Nur widerstrebend tut er Hannah den Gefallen, sich wenigstens einmal mit den Frauen zu treffen, die sie für ihn ausgesucht hat. Aber ist vielleicht genau das seine Chance für einen ersten Schritt zurück ins Leben

Debbie Macomber || Die Gabe der Liebe || Buch 7 von 7 in der Blossom Street Serie || TB 416 S. || Buch 7 von 7 in der Blossom Street Serie  || Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (1. März 2019) || ISBN-13: 978-3956498640 || Originaltitel: Hannah's List (Blossom-Street 7) || Anita Sprungk (Übersetzer)  || € 9,99


Zitat S. 9
– Dinge, die man ohne besonderen Grund tut, einfach nur, weil man es will. Weil es einem wichtig ist. Weil der betreffende Mensch einem wichtig ist.
Das hat Hannah mich gelehrt. Hannah.


Ein Jahr ist es her, dass der Kinderarzt Michael seine Frau im Alter von achtunddreißig Jahren verlor. Ein Jahr, es hatte so viele einsame Tage und Nächte - ohne Hannah. Ein Jahr, in dem Michael viel in Frage stellte. Auch weil sich ihr Wunsch nach eigenen Kindern nicht mehr erfüllen konnte. Am Ende der Reise musste er akzeptieren, dass sie bereit war zu gehen. Sie hatte ihren Frieden mit der Krankheit gemacht. Nur er, Michael, konnte und wollte nicht loslassen.
Ein Jahr hat 12 Monate, 52 Wochen, dreihundertfünfunfsechzig Tage, …

Heute war Jahrestag und sein Schwager Richie hatte Michael zu einem Spiel eingeladen. Ablenkung und danach noch eine Kleinigkeit essen. Dann übergibt Richie Michael einen Brief, den Hannah ihm einige Zeit vor ihrem Tod zur Aufbewahrung gegeben hatte. Er sollte ihn an Michael genau ein Jahr danach geben.
In diesem Brief bittet Hannah ihn darum, wieder ins Leben zu gehen. Eine Liebe kann man nicht ersetzen, doch sollte die Trauer um den Verlust nicht den Menschen besitzen.
Sie gibt ihm drei Namen von Frauen mit auf den Weg, beschreibt sie kurz. Sie hat sie ausgewählt mit dem Hintergrund, eine davon würde zu ihm passen. Welche das sei, er müsse es selbst schauen. Und da sie ihn kenne, gibt sie ihm noch den Rat mit auf den Weg es zu versuchen, denn irgendwann sei es Zeit zum Loslassen.

"Die Gabe der Liebe" wird der Blossom-Reihe zugeordnet. Winter Adams, ihr gehört das French Cafe, in der Alix beschäftigt ist. Diese ist ja nunmehr verheiratet, hatte eine Fehlgeburt und nun aber ziemlich schwanger. Winter Adams ist zwar mit jemanden befreundet, aber bei den beiden ist es ein ständiges Auf und Ab …
Die zweite Frau heißt Leanne Lancaster und war Hannahs Krankenschwester. Diese war geschieden und hat eine eigene Geschichte zu erzählen.
Nummer Drei ist Macy Roth. Auf den ersten Blick so unorganisiert, chaotisch, aber mit einem sehr, sehr großen Herz und einer tollen Begabung. Sie malt und das mit wahrer Leidenschaft. Dazu gehört auch die Wandmalerei. Aber lest einfach selbst ihre Geschichte.

Der Einstieg in die Geschichte wird durch das Vorwort der Autorin in einen ganz besonderen Blickwinkel gerückt. Also haben wir drei weibliche Protagonisten und einen männlichen. Sie alle wollen uns ihre Geschichte erzählen, die sehr geschickt mit dem von Michael und Hannah verknüpft werden. Schnell wird klar, dass es bei Michael mehr als nur um Trauerbewältigung geht. Sich Neuem gegenüber zu öffnen, ist mit ein Hauptaugenmerkt der Autorin. Und so lernt man alle drei Frauen, jede auf ihre Art halt unterschiedlich, besser kennen und kann deren Gedanken und Gefühle verstehen und nachvollziehen.
Natürlich bewegt die Geschichte um Hannah und Michael, zumal sie so gefühlvoll und mitreißend geschrieben ist. Aber ein manches Mal war es mir einfach to much..... Sicherlich sind Michaels Gefühle nachzuvollziehen, zumal die Trauer über den Verlust mehr als allgegenwärtig ist.

"Die Gabe der Liebe" zeigt sich als eine Geschichte der Hoffnung auf dem Weg der Trauerbegleitung/-bewältigung. Mut und Hoffnung zu schöpfen, sich an glückliche Momente erinnern und letztendlich zu der Erkenntnis kommen, dem Leben eine neue Richtung zu geben.
Wie heißt es doch:
Es gibt keinen Weg zum Glück,
Glück ist der Weg.
Gautama Buddha

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Das Leben geht weiter …

Donnerstag, 25. April 2019

(Rezension) "Katie Wildheart - Mit dem Zauberspiegel durch die Wand"

Ein wildes Herz und große Magie!

Katie ist die jüngste, aber auch die einzige von drei Schwestern, die es wagt, sich gegen ihre strenge Stiefmutter aufzulehnen. Als ihre älteste Schwester Elissa mit dem finsteren, aber wohlhabenden Sir Neville verheiratet werden soll, will Katie das um jeden Preis verhindern. Zum Glück fällt Katie ein magischer Spiegel ihrer verstorbenen Mutter in die Hände. Sie kann es kaum glauben: Offensichtlich hat sie die magischen Kräfte ihrer Mutter geerbt! Mit dem Zauberspiegel kann sie sich in andere Personen verwandeln und sogar durch Wände gehen! Aber auch der unheimliche Sir Neville ist hinter dem Zauberspiegel her. Katie gibt alles, um sich und ihre Schwestern zu retten.

Ein bezauberndes Abenteuer mit einer ungestümen, mutigen Heldin, die man einfach ins Herz schließen muss.

Stephanie Burgis - Katie Wildheart - Mit dem Zauberspiegel durch die Wand
Sigrid Ruschmeier (Übersetzer) || Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
FISCHER KJB; Auflage: 1. (27. März 2019)  || ISBN-13: 978-3737341462
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren ||  € 15,00

Mein Leseeindruck:
Stephanie Burgis hat mit dem Auftaktband einen fantastischen Start der Buchreihe geschrieben.
Es geht um die zwölfjährige Katherine Ann Wildheart und ihre Familie. Das sind ihre älteren Schwestern, ihr Bruder, der Vater und die Stiefmutter. Katie, Kurzform, entdeckt, dass ihre ältere Schwester die beiden Zauberbücher der verstorbenen Mutter nutzt. Und nun hat sie einen Plan, um die Familie vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. In dieses Dilemma hatte sie der Bruder gebracht. Denn wie sollten dann die älteren Schwestern verheiratet werden bei den Schulden? Doch die Stiefmutter hatte schon einen Kandidaten, Sir Neville Collingwood. Dann entdeckt Katie, dass nicht nur sie, sondern auch Angeline gewisse Zauberfähigkeiten besitzt. Durch einen Gegenstand im Nachlass der Mutter landet Katie im Goldenen Saal. Dort erfährt sie, dass sie das Kind einer Hüterin ist.
Zitat S. 79
"Deine Mutter war eine natürliche Hüterin, eine der mächtigsten Zauberinnen im Land … In ihrer Familie waren leider beide Blutlinien vertreten."

Also einerseits die Gabe eine  Hüterin und andererseits auch die Gabe der Hexerei geerbt.
Damit hatte sie ihre Familie in große Schwierigkeiten gebracht.
Katie lernt Mr. Gregson kennen, der ihr beibringen will, ihre Fähigkeiten zu lernen.
Der Weltentwurf ist gut entwickelt. Mit ihrer Charaktere hat sie ein charmantes Kind erschaffen, dessen Neugier kaum zu stillen ist. Sie besitzt Mut und Entschlossenheit und ein loses Mundwerk, das sie mehr als gewollt in Schwierigkeiten bringt.
Aber auch andere Nebencharaktere sind fantastisch. Wie z. B. der junge Mann Frederick Carlyle, der eines Tages bei der Familie auftaucht und sofort um miss Angelinas Hand anhält. Was es damit auf sich hat und was Angelina verbirgt, lest selbst.
Die Konflikte in der Familie mit einer Stiefmutter erinnern ein bisschen an ein Märchen. Ebenso spielt eine Rolle, was es mit dem Tod der leiblichen Mutter auf sich hat. Auch wenn der Fokus sich auf die Magie richtet, nutzt die Autorin Handlung und Charaktere wieder in eine neue Richtung zu lenken.
Rundum ist der Auftaktband sehr zufriedenstellend. Nicht nur für den jungen Leser, auch ich mochte es gern lesen.
Katie Wildheart, eine unerschrockene Heldin.
Ein Lesegenuss - für Jung und Alt.

Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher

Vielen Dank an den Verlag für das  Rezensionsexemplars.
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