► Hinweis - Blogposts ◄
Links in meinen Posts kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung. Diese Info erfolgt aufgrund der DSGVO. Diese können zu anderen Webseiten, sei es Verlags- oder Autorenseiten, Facebook oder andere Blogs führen. Ebenso Coverabbildungen. Mein Blog ist ein Hobbyblog. Von daher erfolgen diese Links ohne jedweden Auftrag oder eine Bezahlung. Ich habe keine Affiliate-Links in meinen Posts eingefügt. Rezensionsexemplare geben meinen persönlichen Leseeindruck wieder. Ich erhalte hierfür kein Geld oder jedweden anderen Obolus. Die Bücher werden gemäß §2 Nr. 5 TMG deklariert bzw. mit Danksagung an den Verlag für das Exemplar.
In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Samstag, 15. Februar 2020

Die Frauen vom Alexanderplatz ~ Elke Schneefuss [Rezension]

Gelesen 02/2019
Berlin im Aufbruch:
Drei Frauen.
Drei Schicksale.
Drei Wege, die sich kreuzen.


Berlin 1918: Das Land ist erschüttert von den Folgen des Ersten Weltkrieges. In Berlin tobt die Novemberrevolution. In diesen Tagen begegnen sich der Matrose Benno und die Schneiderstochter Vera und verlieben sich sofort ineinander. Was Benno nicht ahnt: Seine Jugendliebe Fritzi ist auf der Suche nach ihm und will ihn zurückholen. Auch die Fabrikantentochter Hanna reist in diesen Tagen in die verschneite Hauptstadt und schmiedet Pläne für eine selbstbestimmte Zukunft. Die drei Frauen sind davon überzeugt, dass endlich besser Zeiten vor ihnen liegen und sie sind bereit, alles dafür zu tun, ihre Träume zu verwirklichen.

Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck:
Berlin Weihnachten 1918. Der Winter herrschte mit seiner Kälte und der Krieg hatte Hunger und Not über das Land gebracht. Als erste Protagonistin begegnet dem Leser Vera, die sich aufmacht um für ihre kranke Mutter Medizin zu besorgen. Sie muss aufpassen, denn Soldaten, Meuterer und versprengte Matrosen lieferten sich immer noch Straßenschlachten. Direkt vor der Haustür des Doktors hat sie einen Zusammenstoß mit Matrosen, wobei einer sie zum weglaufen zwingt. Man sah ihr nicht an, dass sie eine Frau war, verkleidet mit den Männersachen ihres Bruders. Der Matrose rennt mit ihr nach Haus, in die Palisadenstraße nahe Alexanderplatz. Vera Nowak erfährt, dass der Matrose Benno Funke hieß und aus Eckernförde stammte. Sie gewährt ihm über die Feiertage Unterkunft, denn er wollte nicht mehr zurück. In der geschlossenen Werkstatt des verstorbenen Vaters bleibt er.
Zur gleichen Zeit fährt die Fabrikantentochter Hanna Münchow heim in Berlin. Sie kam aus dem Osten, wo sie bis vor kurzem noch als Hilfsschwester im Reservelazarett in Westpreußen gearbeitet hatte. Nun wollte sie ihre weitere Zukunft planen, die bestimmt nicht so aussah wie die Familie es wünscht. Der Wunsch nach Freiheit und Selbständigkeit.
Heiligabend in Schleswig-Holstein macht sich die junge Frau Fritzi auf den Weg nach Berlin, um den Vater ihrer vierjährigen Tochter zu suchen. Benno wußte nichts von Christel Existenz. Er war nach Kriegsende nicht nach Hause zurückgekehrt und sie wollte ihn zurückholen - in ihr gemeinsames Leben, ihre Zukunft.

Man könnte meinen, dass die Themen Schicksale egal zu welchem Weltkrieg davor und danach hinlänglich erschöpft seien. Aber die Autorin hat es verstanden, in ihrem Roman "Die Frauen vom Alexanderplatz" verschiedenen Charakteren eben eine eigene Geschichte zu geben und zu vereinen, die durch den Krieg auf unterschiedlichste Weise einen neuen Weg finden. Sie zeichnet ein Gesellschaftsportrait der damaligen Zeit und letztendlich lässt sie ihre Charaktere aus den unterschiedlichen Schichten zusammen wirken.
Es ist ein gut zu lesender erzählter Roman, der Hoffnung und Schmerz vereint, aber auch die Liebe. Das Zusammenfinden der Personen ist gut geschrieben. Ebenso fließen Hintergrundinfos mit in den Stoff ein. Die historischen Stadtpläne vorn und hinten runden das ganze noch einmal ab.
Wer gern historische Romane der Zeit mag, wird auch diesen mögen.

Ӝ̵̨̄Ʒ  4 Lesegenuss-Bücher

Rechte: Cover / Info / Text  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Verlag  Heyne
Ein Dankeschön an den Verlag und Bloggerportal  für das Rezensionsexemplar

Elke Schneefuss
Die Frauen vom Alexanderplatz
TB 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (13. Januar 2020)
ISBN-13: 978-3453423565

Am Anfang steht die Hoffnung
Drei Frauen in Berlin - drei Wege, die sich kreuzen

Sonntag, 2. Februar 2020

Die Spur des Medaillons ~ Tania Schlie

Gelesen 01/2020

Zwei Generationen. Zwei verbotene Liebesgeschichten. Ein Medaillon, das sie miteinander verbindet.

Als in Ninas Geschäft der attraktive Amerikaner Benjamin auftaucht und sie bittet, ein antikes Medaillon zu restaurieren, traut die junge Goldschmiedin ihren Augen kaum: Das Gegenstück gehört ihrer russischen Großmutter Natascha. In ihrem Schmuckstück befindet sich das Bild eines unbekannten Mannes, in Benjamins Medaillon entdeckt Nina nun tatsächlich ein Foto der blutjungen Natascha. Sowohl das Medaillon als auch Benjamins charmant blitzende Augen lassen Nina nicht mehr los. Sie fragt ihre Großmutter, und diese enthüllt schließlich eine unglaubliche Liebesgeschichte, die in den Wirren der Russischen Revolution ihren Anfang und im Paris der dreißiger Jahre eine dramatische Wendung nahm. Je mehr Nina über die Vergangenheit herausfindet, desto stärker wird in ihr der Wunsch, die Liebe festzuhalten, sobald sie ihr begegnet. Komme, was wolle.


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ
Der Roman "Die Spur des Medaillons" ist als Neuauflage im Verlag Mira TB erschienen. Es war nicht nur das ansprechende Cover, was mich auf das Buch aufmerksam gemacht  hat, auch der Buchrückentext ist vielversprechend.
Es beginnt in Berlin Anfang des neuen Jahrtausend. In einem der Hinterhöfe in Berlin-Mitte hat sich Nina mit einem kleinen Laden und Werkstatt selbständig gemacht. Sie ist Goldschmiedin mit Leib und Seele. Kurz vor Feierabend, eine Verabredung mit ihrem langjährigen Freund Martin steht an, taucht ien Kunde auf. Benjamin Turner, Amerikaner aus Boston, seine Eltern waren aus Deutschland ausgewandert, bittet sie darum, sich eines Anhängers anzunehmen. Säubern, überholen was auch immer. Er gibt ihr kurze Informationen zu dem Teil, was wohl aus Deutschland stammen würde.
Nina haut es fast um, als sie das Teil in den Händen hält. Sie erinnert sich, kennt es, denn genau das gleiche ist in ihrem Besitz. Ihr Vater hatte es ihr zum 18. Geburtstag geschenkt aus dem Nachlass der Mutter, so seine Worte. Als sie zuhause ist und ihren Anhänger in den Händen hält, öffnet sie es und findet darin ein Foto von einem Mann. Und zur Entzifferung der kyrillischen Inschrift würde sie ihre russische Großmutter fragen.
Am nächsten Morgen präsentiert sie dieser den Anhänger und die Geschichte vom Vortag. Großmutter Natasche kannte den Mann, Mikhail. Ihre große Liebe.
So beginnt für die beiden eine Reise in die Vergangenheit. Diese beginnt in den Wirren der russischen Revolution in Sankt Petersburg, wo Nataschas Familie lebt. Der Vater ist beruflich viel unterwegs, zur Mutter besteht ein abgekühltes Verhältnis. Bald darauf heiratet Natascha Konstantin. Doch nach der Ermordung der Zarenfamilie beginnt eine unruhige Zeit und so emigrieren sie im Februar 1919 nach Paris.
Die Erzählung um Natascha über die Jahrzehnte war sehr interessant geschrieben. Ausdrucksvoll und dennoch flüssig erzählt die Autorin die Geschichte. Auch die spätere Veränderung von Natascha sorgt für Interesse an deren Person und weiteren Verlauf.
Ich war sehr gespannt, wie sich alles entwickeln würde. Und letztendlich was für eine Gemeinsamkeit der beiden ANhänger miteinander verband. Und wie kam Bejamin in den Besitz des Gegenstücks? Ein Rätsel wollte gelöst werden.
Vergangenheit und Gegenwart sind gut miteinander verknüpft. Wie gesagt, in der Geschichte war ich schnell drin. Die Autorin hat es perfekt verstanden, eine vergangene Liebesgeschichte zum Leben zu erwecken. Und gleichzeitig durch diese Ninas Augen zu öffnen, was wahre Liebe ist.
Mein Bezug zu Nina  ist eher zwiegestalten. Ihr fehlte eine gewisse Stärke, die ihre Großmutter besitzt. Und diese ist eine sehr starke Frau, wie sich im Laufe der Handlung zeigt.
Mir hat der Schreibstil der Autorin gefallen. So ist die Geschichte um die Anhänger gut durchdacht und verspricht auch eine gewisse Spannung. Einen starken Eindruck hinterlässt die Charaktere Natascha.
"Die Spur des Medaillons" war ein wunderbarer Roman, deren Geschichte sich flüssig lesen läßt. Ich habe ihn mit großer Begeisterung gelesen, denn hier findet sich eine wundervolle und bewegende Familiensaga wider. Man kann sich darin verlieren, und fiebert mit jedem Kapitel mit, wie es weitergeht. Mich hat es von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Alle Liebhaber dieses Genres werden dieses Buch nicht aus der Hand legen können. Für diesen Lesegenuss gibt es meine absolute Leseempfehlung.

Ӝ̵̨̄Ʒ  5 Lesegenuss-Bücher

Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Verlag  Mira TB/HarperCollins
Ein Dankeschön an den Verlag und Bloggerportal  für das Rezensionsexemplar
 

Sie schreibt auch unter den Pseudonymen Greta Hansen und Caroline Bernard.

Tania Schlie || Die Spur des Medaillons
TB: 464 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (6. Dezember 2019)
ISBN-13: 978-3745700473  || € 12,00
Familiengeschichte - interessant und fesselnd geschrieben
Das Geheimnis der Medaillons

Mittwoch, 29. Januar 2020

(Rezension) "Das Herz des Ozeans"

Eine mitreißende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des dramatischsten Schiffsunglücks seit der Titanic

April 1915. Caroline Telfair Hochstetter reist mit der RMS Lusitania von New York nach Europa. Dringende Geschäfte ihres Ehemanns zwingen sie trotz Kriegszeiten zu der gefährlichen Überfahrt. An Bord befinden sich außerdem Carolines einstige große Liebe Robert Langford sowie die Betrügerin Tessa Fairweather. Ein letzter Auftrag, dann will die junge Frau in England ein neues Leben beginnen. Doch während das Schiff seinem Schicksal entgegenfährt, beginnt für alle drei ein Wettlauf gegen die Zeit, um eine Verschwörung aufzudecken, die nicht nur ihre eigenen Leben grundlegend verändern wird.
Fast ein Jahrhundert später stößt die Schriftstellerin Sarah Blake im Nachlass ihres Urgroßvaters – einst Steward auf der RMS Lusitania, die während des Ersten Weltkriegs von einem deutschen U-Boot versenkt wurde – auf ein Dokument, das dafür sorgen könnte, dass die Geschichte neu geschrieben werden muss ...
Gelesen 01/2020

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Es ist Mai im Jahr 1915. Die RMS Lusitania ist auf dem Weg von New York nach Europa. Mit an Bord die Eheleute Hochstetter. Die Überfahrt sei sicher, hatte Carolins Mann versichert. Trotz Krieg. Ebsnso an Bord die Schwestern Tess und Ginny. Sie wollen sich Notenblätter aneignen, die sich im Besitz von Caroline befinden. Ein unveröffentlichter Walzer von Strauß. Dass ihr Mann diese als Tarnung für seine neue Erfindung nutzt, erfährt Caroline allerdings erst auf dem Schiff. Ebenso mit den Hochstetters reist die Kammerzofe Martha Jones mit und an Bord Carolines einistge Liebe Robert Langford. Dann wird das Schiff von einem Torpedo getroffen.
New York City im Mai 2013 macht sich die Autorin Sarah auf den Weg zu einer privaten Lesung eines Buchclubs. "Small Potates" war vor Jahren ein Bestseller gewesen. Angekommen, erfährt sie, dass sich die Damen des Buchclubs einer Piratenseite bedienen, kostenlos downloaden! Sie ist empört, denen das Geld zu Füßen liegt, damit möchte sie nichts zu tun haben. Sarahs Probleme waren enorm, denn nach dem Buch hatte sie noch keinen weiteren Bestseller geschrieben, geschweige denn eine zündende Idee gehabt. Ihre Mutter lebte seit Jahren in einem privaten Pflegeheim für Alzheimerpatienten. Und das kostete Geld, was Sarah nicht besaß. So besinnt sie sich an einen alten Holzkoffer aus dem Besitz ihrer Mutter. Sie wußte nur, dass dieser der Urgroßmutter gehört hatte und darin befanden sich Sachen ihres Mannes, der bei dem Schiffsunglück 115 ums Leben kam. Es war nicht viel, was sie fand. Aber eine Notiz erregte ihre Aufmerksamkeit.
Bereits mit dem Roman "Das saphirblaue Zimmer" hat das TEAM W wahrlich ein sehr lesenswertes Buch geschrieben.
In wechselnder Erzählperspektive befindet man sich in Gegenwart und Vergangenheit. Drei Frauen, die ihren Weg aus dem Leben erzählen. Alle Kapitel verbinden sich flüssig. Die Autorinnen haben es großartig verstanden, mit ihren Beschreibungen ein Bild der jeweiligen Szene vor Augen entstehen zu lassen. Etliche Ereignisse prägen den Inhalt und dennoch ist es irgendwie ein ruhiges Buch, das mich schnell in seinen Bann gezogen hat.
Auch die Protagonisten sind gut aufgestellt. Gerade die Verbindung von Liebe und Drama sind angepasst enthalten und so wird die ganze Geschichte dadurch interessant und abwechslungsreich. Jede der einzelnen Charaktere haben ihren Raum mit ihren Geschichten, aber dennoch wird der rote Faden nie aus den Augen verloren.
"Das Herz des Ozeans" ist ein beeindruckend geschriebener Roman, basierend auf den Hintergrund des Schicksals der RMS Lusitania. Nach dem Buch ist vor dem Buch und andeutungsweise im Nachwort wird wohl eine weitere Zusammenarbeit des TEAM W stattfinden. Dieser neue Roman ist auf jeden Fall sehr lesenswert.
Meine Leseempfehlung.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ  5 Lesegenuss-Bücher

Rechte: Cover / Info  - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  Verlag  Blanvalet
Ein Dankeschön an den Verlag und Bloggerportal  für das Rezensionsexemplar

Meine Rezension zu "Das saphirblaue Zimmer"

Lass dich von Team W mitnehmen auf eine beeindruckende Lesereise

Karen White Beatriz Williams Lauren Willig
Das Herz des Ozeans  || TB 544 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (16. Dezember 2019)
ISBN-13: 978-3734108341
Aus dem Amerikanischen von Sonja Rebernik-Heidegger
Originaltitel: The Glass Ocean ||  € 11,00