Alexandra
Maxeiner
Unentschieden
Taschenbuch:
192 Seiten
Verlag:
Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2014)
Sprache:
Deutsch
ISBN-13:
978-3423214858
€
8,95
auch als EBOOK erhältlich
Info / Vita - dtv-Verlag
Herzlichen Dank an den dtv Verlag für das Leseexemplar.
Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung
Buchrücken:
"Würde ich ihm heute zum ersten Mal begegnen, wäre ich vielleicht beeindruckt. Aber wer bei ,Cap und Capper' Rotz und Wasser geheult hat, kann nicht dreißig Jahre später erwarten, dass ich ihm den coolen Geschäftsmann abnehme."
Ben und Iris treffen sich nach Jahren zufällig wieder. Sie kennen sich seit ihrer Schulzeit in den 80er Jahren, als Mixkassetten, zu große Schulterpolster und die Friedensbewegung den Alltag prägte. Damals ging immer etwas zu Bruch. Meist Herzensdinge. Wird das heute anders sein?
Statement:
Wäre
Iris doch bloß nicht an diesem Morgen ans Telefon gegangen, dann wäre es ein
ganz normaler Tag wie jeder andere auch geworden. Die Folgen des Gesprächs
waren ein nicht geplanter Auftritt in einer Radiosendung, keine Kratzer an einem
fremden Auto durch ihr Einparkmanöver, nun die Liste ist erweiterbar. Ein Ende
in Sicht, nein, denn Iris trifft auf ihren Gesprächspartner beim Radiosender,
Ben Schäfer.
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Zitat
S. 17
Unsere
Blicke begegnen sich. Fassungslos schauen wir uns an.
„Darf
ich vorstellen? Frau Schubert von der Bürgerinitiative S.O.S. Heidenruh und
Herr Schäfer, Pressesprecher der Ferdinand-Mayer-AG.“
„Hallo,
Issy“, sagt Ben, der seine Fassung langsam wiedergewinnt.
„Hi,
Bennie“, sage ich tonlos.
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Iris
Schubert, »fast« alleinerziehende Mutter von der dreijährigen Lara, engagiert
sich neben ihrem Beruf als Dozentin, Hausfrau, Mutter noch in der
Bürgerinitiative. Normalerweise sollte heute Ute, die Frau für die
Öffentlichkeitsarbeit, den Part übernehmen, doch sie war plötzlich erkrankt und
Iris musste einspringen. Im Thema involviert, aber ...
Ben
Schäfer, der Junge, den Iris von Kindheit an kennt, mit ihm spielen musste,
dieser Bengel war nun Pressesprecher bei der Ferdinand-Meyer-AG, dessen Chef
ihm den Part überließ.
Es
ist über 20 Jahre her, dass sich beide das letzte Mal gesehen haben und nun das
Streitgespräch im Radio. Ob das gut gehen konnte?
Doch
der Zufall spielt mit und ihr Gespräch soll aufgezeichnet werden. Durch einen
aktuellen Störfall in einem Chemiebetrieb hatte das Vorrang. Ab jetzt hieß es
dann für beide Warten, diskutieren, alte Geschichten aufwärmen, so ist es ein
Hin und Her zwischen Iris und Ben.
Die
älteren Leser werden sich bestimmt an die Musikkassetten, Rekorder u.a. erinnern.
Wie oft gab es Bandsalat, wenn wieder einmal sich alles im Innenleben verheddert
hatte. Aber auch die Mode von damals, ins Leben gerufene Initiativen, es ist ein
Rückblick in vergangene Zeiten.,
Wie
schnelllebig ist die Zeit und Jahrzehnte vergehen.
Das
und noch anderes ging mir während des Lesens durch den Kopf, denn Musikkassetten
u. a. sind kein Fremdwort für mich. Erinnern Sie sich z. B. noch an das Wähltelefon?
Streitgespräche
führten Iris und Ben schon seit eh und jeh und auch bei ihrem Wiedersehen geht es
gleich wieder los. Anscheinend hatte sich nichts geändert, und das Knistern zwischen
ihnen kann man leicht spüren.
Zitat
S. 184
„Frösche
brauchen Freiräume.“, wiederholt Ben zögerlich.
„Ja“,
erkläre ich im Rausch meines Wahnsinns, „genau wie Drachen.“
Für
den Bruchteil einer Sekunde zuckt es in Bens Gesicht. Immerhin zitiere ich hier
nahezu wortgenau seine Aussage, die er machte, nachdem er mein Playmobilhaus zerstört
hatte. |
Fazit:
„Unentschieden“
ist ein Buch, welches meine Leseempfehlung erhält. Es lohnt sich, nicht nur in Anbetracht
der erzählten Geschichten beider Protagonisten, man erhält auch einen Einblick,
wie es früher war. Einfach mal das Cover näher betrachten!
5 Lesegenuss-Bücher
5 Lesegenuss-Bücher
Vita:
Alexandra Maxeiner, Jahrgang
1971, hat Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft und Ethnologie studiert. Sie
arbeitet in der Frankfurter Ateliergemeinschaft labor und schreibt Bücher,
Drehbücher und Theaterstücke für Kinder und Erwachsene. Für das bei Klett
Kinderbuch erschienene Sachbilderbuch ›Alles Familie!‹ erhielt sie 2011 den
Deutschen Jugendliteraturpreis.
Ui, ich denke, dass könnte ein Buch für mich sein! Allerdings ist die Seitenanzahl und der Preis (in Ö ja noch höher) ganz schön wenig bzw. happig !
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Martina
Jepp, das Verhältnis ist nicht grad gut - aber schauen wir mal.
LöschenVielleicht krieg ich das Buch einmal für eine Verlosung - ich frag mal an ***
Liebe Grüße Hanne
Huhu liebe Hanne, gerade bei dir eingecheckt als Leserin. Diese Buch ist wirklich ein bisschen anders als andere, schön :)
AntwortenLöschenIch mag wie du schreibst wirklich angenehm zu lesen!
Liebe Grüße
Jeanne
Jeanne D'Arc Bücherblog
Liebe Jeanne,
Löschenvielen Dank für deine lieben Worte.
Ich werde mich morgen mal in Ruhe auf deinem Blog umschauen, bin gerade dabei, noch eine Rezi zu einem historischen Roman zu schreiben und da brauch ich all meine Gedanken.
Außerdem bist du eine der wenigen, die etwas zu meiner Art zu schreiben, kommentiert - lieben Dank
LG HANNE
Oh, die gute alte Cassette auf einem Cover, finde ich schon süss.
AntwortenLöschenLG..Karin..
Die Geschichte liest sich auch gut und schnell :-)
LöschenLG HANNE
Mit trockenem Humor entführt die Autorin den Leser in vergangene Zeiten. Herrlich!
AntwortenLöschen:-) Oh, da kommentierst du ja auf einen Post, der schon wirklich Monate zurück liegt. Vielen Dank dafür
LöschenLG HANNE