Lyndsay Faye
Die Entführung der Delia Wright
Broschiert
464 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423260435
Originaltitel: Seven For A Secret
€ 14,90
Info / Cover / VERLAG
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Es ist das Jahr 1846, und der Fall der schönen Lucy Adams
und ihrer entführten Familie verwickelt Timothy Wilde, den Polizisten wider
Willen, in eine Reihe von Verbrechen ungeahnten Ausmaßes: Es geht um politische
intrigen, Racheakte und einen florierenden Sklaen-Schwarzhandel mittein im
liberalen New York. Er weiß, dass es nicht immer möglich ist, die zu schützen,
die man liebt – doch er wird nie aufhören, es zu versuchen …
Meine Meinung:
Gerade ein halbes Jahr besteht die New Yorker Polizei, gegründet
im Jahr 1846. Zu ihnen gehört auch der junge Polizist Timothy Wilde. In seinem
zweiten Fall geht es um eine junge Frau, der Blumenverkäuferin Lucy Adams.
Eines Tages meldet sie ihren kleinen Sohn Jonas und ihre Schwester Delia Wright
als vermißt, bzw. sie wurden entführt. Beide sind nicht „rein“ weiß, sondern
entstammen der Verbindung der beiden Hautfarben Weiß und Farbig. Der
historische Hintergrund, der Menschenhandel mit Sklaven, bietet den
Sklavenjägern Reichtum
Das Buch beginnt mit dem Wiegenlied einer farbigen Mutter
aus Neuengland:
„In deinen Augen funkelt Licht,
Dein Herz pocht froh, mein Kind,
Von Not und Kummer weißt du nicht,
Die dir beschieden sind.“
Es ist ein Lied aus der Sklavenbefreiung.
Timothy Wilde hat das Gespür für besondere Fälle. Und er hat
einen chaotischen, aber sehr einflußreichen Bruder, Valentine. Allerdings
„spielt“ der in einer ganz anderen Liga. Es ist sicher nichts Neues, wenn man
darauf hinweist, dass Intrigen, Korruptheit auch schon in der damaligen Zeit
auf der Tagesordnung standen. Jeder war auf sein Vorteil bedacht, wenn man an
die damaligen Lebensumstände denkt. Schmiergelder standen auf der Tagesordnung!
Dass das Thema Sklavenhandel auch nach dem Ende des
Unabhängigkeitskriegs nicht beendet war, zeigt sich in der Geschichte um Lucy
Adams und ihrer Familie. Auch die anhaltende Einreisewelle von Auswanderern aus
Europa gehört mit zu New York. Die brisante Thematik des Sklavenhandels dürfte
dem Leser wohl bekannt sein, ohne dass hier näher darauf eingegangen werden
muss. Wie schon in ihrem ersten Roman „Der Teufel von New York“ schafft die Autorin einen klaren Blick in
die damalige Zeit und man merkt all dem die gute Recherche an. Den Kapiteln
voran sind zeitgenössische Zitate vorangesetzt.
Durch die Ich-Erzähl-Perspektive des Polizisten Timothy Wile
wirkt die Handlung sehr authentisch. Eben auch der besondere Schreibstil von
Lyndsay Faye trägt dazu bei, dass die damalige Zeit glaubhaft herüber kommt.
Sie hat eine Art, den Leser zu packen, dass es ihm schwer fällt, das Buch aus
der Hand zu legen. Die Charaktere sind authentisch.
„Die Entführung der Delia Wright“, ein Roman mit vielen
Themen, die auch in der heutigen Zeit brandaktuell sind. Die Verbindung von
Diskriminierung, Vorurteilen, Menschenhandel, -entführung fand ich sehr
gelungen.
Spannend geschrieben, ist es zu keiner Zeit langatmig.
Ein Buch, das ich jederzeit weiterempfehle. Ein kleines Glossar befindet
sich am Ende des Buches. Allerdings rate ich dazu, den ersten Band „Der Teufel
von New York“ vorab zu lesen. Ihr würdet sonst etwas verpassen!
>Ich vergebe 5 Lesegenuss-Bücher.>Meine Rezension zu "Der Teufel von New York" * klick *
Vita:
Lyndsay Fay wuchs im Pazifischen Nordwesten auf und
studierte Englisch und Performance in Belmont, Kalifornien. Lindsay Faye
arbeitete einige Jahre als Schauspielerin bevor sie 2005 nach New York zog und
mit dem Schreiben begann. Ihr Roman ›Der Teufel von New York‹,
der erste einer Serie um Timothy Wilde, wurde für den Edgar Award 2013
(Kategorie Best Novel) nominiert und ein internationaler Erfolg. Lyndsay Faye
lebt mit ihrem Mann nördlich von Harlem.

Wow, die Rezension klingt super und macht echt Lust auf das Buch! Normalerweise ist sowas ja nicht wirklich meins ... aber du hast es mir gerade wirklich angetan. Ich packs direkt auf meine Wunschliste, danke!
AntwortenLöschenLiebste Grüße,
Nazurka
Das freut mich. Hast du den ersten Teil auch schon gelesen? Ist super klasse... Normalerweise auch nicht meins, aber da lag Frau Habersaat mit ihrem Tipp richtig gut!.
LöschenLG HANNE