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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Montag, 6. Mai 2019

(Rezension) "Veranda zum Meer" ~ Debbie Johnson

Ich heiße Willow Longville. Ich lebe in einem Dorf namens Budbury an der unwerfenden Küste Dorsets, zusammen mit meiner Mutter Lynnie, die manchmal vergisst, wer ich bin. Ich arbeite als Kellnerin im Comfort Food Café, was tatsächlich so viel mehr als nur ein Café ist … es ist mein Zuhause.

Das baufällige Café mit Blick auf den Strand und seiner warmherzigen Gemeinde hat für Willow täglich Freundschaft im Angebot und immer ein herzliches Willkommen auf der Karte. Als aber ein gut aussehender Fremder mit einer Sommerbrise hereingeweht wird, wird Willow bald klar, dass sich ihr stilles Landleben für immer ändern wird ...

Debbie Johnson - Veranda zum Meer - (Comfort Food Café-Reihe, Band 4)
TB 432 S. || Heyne Verlag, ET 8. 4. 2019 || ISBN-13: 978-3453423206
Irene Eisenhut (Übersetzer)  || Sunshine at the Comfort Food Café || € 9,99
Gelesen 04/05-2019


Mein Leseeindruck:

In dem vierten Band zur Comfort Food-Café Reihe geht es dieses Mal um Willow und ihre Mutter Lynne. Ich habe ja die drei Vorbände gelesen und bin ein Fan dieser Reihe geworden. Wer die Bücher von Debbie Johnson ebenfalls gelesen hat, wird diese beiden als Nebencharaktere kennen. Schon hieraus ist bekannt, dass Lynne an Alzheimer erkrankt ist und Willow sich um sie kümmert. Es ist nicht leicht, Job und Betreuung unter einen Hut zu bekommen. Doch nur gut, dass sie ihre Freunde aus dem Café und nicht nur diese, auch aus dem Ort hat.
Das Buch beginnt mit einem Rückblick auf das Jahr 2000 und der Leser erfährt, dass Willow noch Geschwister hat. Genau in diesem Jahr hat sie nunmehr ein Erlebnis, welches sich in ihr Gedächtnis eingeprägt hat.
Heute ist Willow sechundzwanzig Jahre, hat einen eigenen Reinigungsdienst und eine Hündin, Bella Swan. Nebenbei hilft sie auch noch als Bedienung im Comfort Food Café.. Ihr neuer Auftrag führt sie zu The House on the Hill. Das ist der Ort, wo sie als Achtjährige dieses besagte angsteinflößende Erlebnis hatte. Dort macht sie die Bekanntschaft mit dem Käufer des Hauses und Bella Swan freundet sich sogleich mit Rick Grimes an, dem Hund des Besitzers. Die beiden sind unzertrennlich. Tom Mulligan heißt der neue Eigentümer und bald wird klar, er ist der Junge von damals aus dem Haus. Er ist ein Universalgenie, hat durch Erfindungen viel Geld gemacht und nunmehr dieses Haus gekauft. Hieraus soll eine High School für Erfinder werden. Tom lebt sehr zurückgezogen in London, ist menschenscheu. Willow und er führen ein aufschlussreiches Gespräch. Bis hierhin liest sich die Handlung gut, dann allerdings flacht die Story ab, leider. Wie gesagt, als ich mit dem Lesen begonnen hatte, dachte ich, das mir die Geschichte gefallen wird. Doch dann zog es sich mehr denn je in die Länge. Mir kam es so vor, als ob ich auf einer Stelle stehen bleiben würde und nur ab und an der Kreis sich dreht. Das hat meine Lesefreude doch ein wenig gemindert.
Zum Verständnis der weiteren Handlung sei gesagt, dass die Geschwister von Willow alle weit weg wohnen. Für Willow lag es nah, sie kümmert sie um Lynne. Doch nur gut, dass Familie dann doch da ist, wenn man sie braucht.
Die Darstellung der Charaktere haben mir gefallen. Willow näher kennenzulernen, das hat die Autorin durch den Blick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt geschafft. Auf den ersten Blick hat der Roman den Anschein einer leichten Lektüre. Die Handlung fand ich so in Ordnung, denn es gibt auch noch die Prise Romantik neben dem Thema der Alzheimer-Erkrankung. Das Setting war wieder einmal top. Ich liebe diese Gegend, auch wenn sie mir persönlich nicht bekannt ist. Wieder sind auch die Nebencharaktere wie immer recht interessant und authentisch herübergebracht.
Für Willow und Tom - ein Ende über den Anfang hinaus, oder ist es ein Anfang und kein Ende. Protagonisten, die ihre Prioritäten und Liebe neu ordnen.
Das Cover ist wieder rundum gelungen und passt zur gesamten Reihe. Es verleiht einem ein bisschen Urlaubsgefühl. So ist das Buch für mich mehr als nur nette Unterhaltung für zwischendurch. Kleine Schwächen des Buches lassen sich leider nicht von der Hand weisen. Und das betrifft in diesem Fall halt, dass es zeitweise einfach zu langatmig geschrieben war. Wobei Willow als Protagonistin mit den bonbonfarbenem Haar sich super zeigt. Eine sympathische junge Frau. Sue und das Leben mit ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter. Ein weiterer Kritikpunkt ist der deutsche Titel. Ich finde ihn total unpassend.

Ӝ̵̨̄Ʒ Knapp 4   Lesegenuss-Bücher

Rechte: Cover / Info / Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag  und Bloggerportal


Noch ist nicht aller Tage Abend
Eine leichte Lektüre die Hoffnung und Glück schenkt
Ein schöner Roman zum Entspannen

2 Kommentare :

  1. Hallo Hanne
    leider passt kein einziger deutscher Titel der Serie zu den Büchern. Auch finde ich es schade, dass die vier Bände in der deutschen Ausgabe nicht als Serie erkennbar sind.

    "Veranda zum Meer" zu bewerten fand ich auch nicht so einfach, den anderen drei vergab ich 5 Punkte, aber diesem "nur" 4 (gute) Punkte. Das Gefühl, das Buch sei langatmig kann ich verstehen, hatte ich zuerst auch, dann merkte ich, dass dies daran liegt, dass die Betreuung von Angehörigen mit Alzheimer nun mal nicht so viel Action bietet, und Willow kaum frei hat neben Arbeit und Betreuung ihrer Mutter. Das Aufzuzeigen ist der Autorin sehr gut gelungen.

    Liebe Grüsse
    Anya

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    1. Liebe Anya, danke für deinen lieben Kommentar. Ja ich kann es nachvollziehen was gerade hier Willow und ihre Mutter betraf. Aber irgendwie hatte mich das Buch nicht zu 100 Prozent erreicht. Ist halt manchmal so
      Liebe Grüße Hanne

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