Bewegte Jahre für das kleine Hotel auf Amrum
Amrum Anfang des 20. Jahrhunderts: Die Familie Stockmann hat sich auf der Nordsee-Insel gut eingelebt, und ihr Hotel Inselblick blüht und gedeiht – sehr zum Ärger des Pastors, dem der florierende Betrieb ein ewiger Dorn im Auge ist, da er darin eine Konkurrenz zu seinem eigenen Seehospiz sieht und außerdem im „Inselblick“ Sodom und Gomorrha wittert. Doch Marta Stockmann, für die sich mit dem Hotel ein Lebenstraum erfüllt hat, kämpft voller Tatkraft dafür, und auch die Töchter haben auf Amrum inzwischen ein neues Zuhause gefunden.
Dann erfährt die Familie, dass Jacob, der inzwischen Tochter Rieke geheiratet hat, ruiniert ist und nach Amerika auswandern will. Droht die Familie Stockmann zu zerbrechen
Anke Petersen || Die Amrum-Saga Hotel Inselblick || Wind der Gezeiten
Knaur TB || 512 S. || ISBN: 978-3-426-52278-3 || € 9,99
Gelesen 07/2019
Mein Leseeindruck:
Anfang des 20. Jahrhunderts, mit einem Zeitsprung von zehn Jahren, geht es im zweiten Band der Hotel Inselblick-Reihe um die Familie Stockmann weiter. Es waren keine leichten zehn Jahre gewesen, wie Marta Stockmann in ihrem Tagebuch zu Beginn im Jahr 1902 schreibt. Zehn Jahre ist es auch her, dass sie ihre kleine Tochter Marie verloren hatte. Und noch immer herrschte Ärger mit dem Pastor Bertramsen und Bodelschwingh. Ihre zweite Tochter Ida, inzwischen neunzehn Jahre, hatte mit dem Betrieb der Familie wenig im Sinn. Wie hatte Marta gesagt:
Das Hotel war ihr Traum und Lebenswerk, nicht der von Ida. "Sie muss ihren eigenen Weg finden", hatte sie zu ihrem Mann gesagt.
Zitat S. 13
Die älteste Tochter, Rieke, war inzwischen verheiratet und Mutter einer Tochter, Nele. Sie betrieb mit ihrem Mann Jacob ebenfalls ein eigenes Hotel. Doch durch einen Umstand stehen sie bald vor dem Aus. So beschließt Jacob mit der Familie nach Amerika auszuwandern. Ende Oktober 1902 ist es dann soweit und Chicago sollte ihre neue Heimat werden. Mit dem Dampfschiff Luisa würden sie über den Ozean in die Neue Welt fahren.
Wie schon im ersten Band sind auch hier die handelnden Personen aufgelistet, wie da Familien als auch Hotelgäste. Die Charaktere, auch wenn meistens bekannt, sind wieder gut dargestellt und menschlich wiedergegeben.
Wenngleich das Leben und Schaffen der Familie Stockmann im Mittelpunkt steht, nehme auch die Handlungen rund um die beiden Töchter einen großen Raum ein. Um nicht mehr als nötig zu spoilern, sei gesagt, dass alles was die Reise nach Amerika betraf, gut wiedergegeben wurde. Die Atmosphäre auf dem Schiff ist gut eingefangen. Es könnte alles so schön werden …
Wer das Cover betrachtet, kan auf den ersten Blick erkennen, dass hier die Bände miteinander harmonisieren.
Für Fans von Familiensagas gibt es hier meine klare Leseempfehlung. Doch so großartig ich den Auftaktband fand, sind hier im Mittelband doch leichte Schwächen erkennbar.
Ein typisches Beispiel für den Mittelteil einer Reihe. Wie ich schon zuvor bei anderen Autoren feststellen musste, ist ein Mittelband ab und an das Sorgenkind. Mir fällt dazu ein Spruch einer Freundin ein, die drei Kinder hat: Das mittlere läuft mit den anderen mit, doch zusammen ergänzen sie sich wunderbar. Trotz einiger Ecken und Kanten habe ich mich gut unterhalten. Ich bin gespannt wie es mit den einzelner Charaktere bzw. Familienmitglieder weitergeht.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher
Rechte: Cover / Info/Zitat - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag
Band 1: Hotel Inselblick. Wolken über dem Meer
Band 2: Hotel Inselblick. Wind der Gezeiten
Band 3: Hotel Inselblick. Stürmische See - Anfang Februar 2020
Sehr schön erzählte Familiensaga, nachdenklich und auch berührend
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Freitag, 9. August 2019
Mittwoch, 7. August 2019
Wiedersehen am Harbour Beach - Lighthouse Saga || Ella Thompson
Wenn du dein Leben von einem Geheimnis bestimmen lässt, wächst die Angst vor der Wahrheit mit jedem Tag.
Jake Foster hat den Traum von einer eigenen Brauerei. Nachdem seine Freunde Niclas und Andrew Hunter ihr Glück in Sunset Cove gefunden haben, hält ihn nichts mehr in Boston. Es wird Zeit, seine Vision in die Realität umzusetzen. Die Harbour Beach Brewerie ist genau das, wonach er gesucht hat. Doch ihm fehlt das nötige Kapital. Die Investorin Eliza Woodward ist eine der schönsten Frauen, die Jake je getroffen hat – aber auch äußerst undurchsichtig. Sie signalisiert ihm, mit ihm ins geschäft kommen zu wollen, zieht ihr Angebot jedoch kurzfristig zurück. Niclas‘ und Andrews Vater, Theodor Hunter bietet Jake das fehlende Geld an. Unter einer Bedingung, die Jake den Boden unter den Füßen wegzieht. Als Eliza abermals auftaucht und ihr Interesse an der Brauerei und an ihm bekundet, wird sein Lebenstraum plötzlich zu einem gefährlichen Unterfangen – und Jake zur Zielscheibe.
Ella Thompson || Wiedersehen am Harbour Beach - Lighthouse Saga Band 3
TB 464 S. || Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (8. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3453422964 || € 9,99
Gelesen 07/2019
Mein Leseeindruck:
Die "Lighthouse-Saga" endet nunmehr mit dem dritten Band "Wiedersehen am Harbour Beach". Während die beiden ersten Bände von den Brüdern Niclas und Andrew Hunter erzählt, die hier ihr Glück in Cape Cod, Sunset Cove, gefunden haben, geht es nun um Jake Foster, bester Freund der beiden. Er möchte sich seinen Traum erfüllen und eine eigene Brauerei führen. Und da kam ihm zugute, dass die Harbour Beach Brewerie zum Verkauf auf Cape Cod stand. Der Besitzer wollte in den Ruhestand gehen. Cape Cod ist und bleibt für Jake ein Sehnsuchtsort, welches er mit den Erinnerungen der gemeinsamen Zeit mit den Freunden verband. Er hatte eine Investorin an der Hand, Eliza Woodward. Doch diese ließ den ersten Termin mit ihm platzen. Aber Jake gibt nicht auf. Und er bleibt am Ball bezgl. der Investorin.
Die Geschichte, das Leben der Eliza Woodward hat die Autorin gekonnt in die Handlung eingebunden. Vor Jahren hatte sie ihren Traummann gefunden, so der Anschein. Doch Greg zeigte nach und nach sein wahres Gesicht, den selbst vor Gewalt gegenüber seiner Frau schreckte er nicht zurück. Für Elizas Eltern war er der ideale Schwiegersohn und Nachfolger des Woodward-Imperiums. Doch vor einem Jahr verunglückten beide tödlich, ohne dass Greg als Nachfolger eingesetzt war. Gregs Kontrollsucht war enorm und Eliza selbst hatte gelernt, nur den kleinsten Hinweis einer Gestik lesen zu können, die auf eine weitere Attacke auf sie hinwiesen. Als sie Jake erneut bei einem Termin sitzen lässt, platzt diesem der Kragen und er fährt zu dem Woodward-Anwesen. Dort findet er eine Frau vor, die aller Wahrscheinlichkeit einer schlimmen Gewaltattacke ausgesetzt gewesen war. Er packt Eliza und bringt sie nach Cape Cod zu Andrew. Dieser nimmt sich ihr an. Das hier schlimme häusliche Gewalt vorlag, war nicht zu übersehen. Danach bleibt Eliza in Sunset Cove und lernt Holly, Marie als auch Niclas kennen. Nur langsam baut sich Vertrauen auf.
Dann tritt etwas ein, was man eigentlich fast nur ahnen konnte. Theodor Hunter, Vater von Niclas und Andrew, wendet sich an Jake. Er braucht eine neue Niere. Die Vorgeschichte ist nachzulesen in den ersten beiden Bänden. Theodor muss aber dazu ein lang gehütetes Geheimnis lüften. Und das wirft Jake fast aus dem Gleichgewicht. Noch muss er dazu diese Geschichte für sich behalten, um die Freundschaft zu den beiden Brüdern nicht zu belasten.
Die gesamte Geschichte rund um Jake, Eliza und den anderen Charakteren ist m. E. der absolute krönende Abschluss der Reihe. Der Schreibstil ist wieder gut verständlich zu lesen und streckenweise sehr emotional. Zwischen Jake und Eliza entwickelt sich eine stille Freundschaft, denn sie hat Schweres erlitten. Und Vertrauen ist eine Basis, die nur Bestand hat, wenn sie von beiden Seiten kommt. Langsam nur findet sie wieder ins Leben zurück, in ein neues Leben. Denn da ist wohl mehr als Freundschaft, was sie mit Jake verbindet.
"Wiedersehen am Harbour Beach" ist in Bezug zu den beiden Vorbänden der absolut gelungene Abschluss der Lighthouse-Saga. Ich kann diese emotionale wie auch dramatische Geschichte, mit dem Hauch von Romantik, wärmstens empfehlen.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Meine Rezensionen:
Lighthouse Saga - Band 1 - Rückkehr nach Sunset Cove
Lighthouse Saga - Band 2 - Sommerträume auf Cape Cod
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal
Der krönende Abschluss der Lighthouse-Saga - und der beste der drei Bände
Jake Foster hat den Traum von einer eigenen Brauerei. Nachdem seine Freunde Niclas und Andrew Hunter ihr Glück in Sunset Cove gefunden haben, hält ihn nichts mehr in Boston. Es wird Zeit, seine Vision in die Realität umzusetzen. Die Harbour Beach Brewerie ist genau das, wonach er gesucht hat. Doch ihm fehlt das nötige Kapital. Die Investorin Eliza Woodward ist eine der schönsten Frauen, die Jake je getroffen hat – aber auch äußerst undurchsichtig. Sie signalisiert ihm, mit ihm ins geschäft kommen zu wollen, zieht ihr Angebot jedoch kurzfristig zurück. Niclas‘ und Andrews Vater, Theodor Hunter bietet Jake das fehlende Geld an. Unter einer Bedingung, die Jake den Boden unter den Füßen wegzieht. Als Eliza abermals auftaucht und ihr Interesse an der Brauerei und an ihm bekundet, wird sein Lebenstraum plötzlich zu einem gefährlichen Unterfangen – und Jake zur Zielscheibe.
Ella Thompson || Wiedersehen am Harbour Beach - Lighthouse Saga Band 3
TB 464 S. || Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (8. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3453422964 || € 9,99
Gelesen 07/2019
Mein Leseeindruck:
Die "Lighthouse-Saga" endet nunmehr mit dem dritten Band "Wiedersehen am Harbour Beach". Während die beiden ersten Bände von den Brüdern Niclas und Andrew Hunter erzählt, die hier ihr Glück in Cape Cod, Sunset Cove, gefunden haben, geht es nun um Jake Foster, bester Freund der beiden. Er möchte sich seinen Traum erfüllen und eine eigene Brauerei führen. Und da kam ihm zugute, dass die Harbour Beach Brewerie zum Verkauf auf Cape Cod stand. Der Besitzer wollte in den Ruhestand gehen. Cape Cod ist und bleibt für Jake ein Sehnsuchtsort, welches er mit den Erinnerungen der gemeinsamen Zeit mit den Freunden verband. Er hatte eine Investorin an der Hand, Eliza Woodward. Doch diese ließ den ersten Termin mit ihm platzen. Aber Jake gibt nicht auf. Und er bleibt am Ball bezgl. der Investorin.
Die Geschichte, das Leben der Eliza Woodward hat die Autorin gekonnt in die Handlung eingebunden. Vor Jahren hatte sie ihren Traummann gefunden, so der Anschein. Doch Greg zeigte nach und nach sein wahres Gesicht, den selbst vor Gewalt gegenüber seiner Frau schreckte er nicht zurück. Für Elizas Eltern war er der ideale Schwiegersohn und Nachfolger des Woodward-Imperiums. Doch vor einem Jahr verunglückten beide tödlich, ohne dass Greg als Nachfolger eingesetzt war. Gregs Kontrollsucht war enorm und Eliza selbst hatte gelernt, nur den kleinsten Hinweis einer Gestik lesen zu können, die auf eine weitere Attacke auf sie hinwiesen. Als sie Jake erneut bei einem Termin sitzen lässt, platzt diesem der Kragen und er fährt zu dem Woodward-Anwesen. Dort findet er eine Frau vor, die aller Wahrscheinlichkeit einer schlimmen Gewaltattacke ausgesetzt gewesen war. Er packt Eliza und bringt sie nach Cape Cod zu Andrew. Dieser nimmt sich ihr an. Das hier schlimme häusliche Gewalt vorlag, war nicht zu übersehen. Danach bleibt Eliza in Sunset Cove und lernt Holly, Marie als auch Niclas kennen. Nur langsam baut sich Vertrauen auf.
Dann tritt etwas ein, was man eigentlich fast nur ahnen konnte. Theodor Hunter, Vater von Niclas und Andrew, wendet sich an Jake. Er braucht eine neue Niere. Die Vorgeschichte ist nachzulesen in den ersten beiden Bänden. Theodor muss aber dazu ein lang gehütetes Geheimnis lüften. Und das wirft Jake fast aus dem Gleichgewicht. Noch muss er dazu diese Geschichte für sich behalten, um die Freundschaft zu den beiden Brüdern nicht zu belasten.
Die gesamte Geschichte rund um Jake, Eliza und den anderen Charakteren ist m. E. der absolute krönende Abschluss der Reihe. Der Schreibstil ist wieder gut verständlich zu lesen und streckenweise sehr emotional. Zwischen Jake und Eliza entwickelt sich eine stille Freundschaft, denn sie hat Schweres erlitten. Und Vertrauen ist eine Basis, die nur Bestand hat, wenn sie von beiden Seiten kommt. Langsam nur findet sie wieder ins Leben zurück, in ein neues Leben. Denn da ist wohl mehr als Freundschaft, was sie mit Jake verbindet.
"Wiedersehen am Harbour Beach" ist in Bezug zu den beiden Vorbänden der absolut gelungene Abschluss der Lighthouse-Saga. Ich kann diese emotionale wie auch dramatische Geschichte, mit dem Hauch von Romantik, wärmstens empfehlen.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
Meine Rezensionen:
Lighthouse Saga - Band 1 - Rückkehr nach Sunset Cove
Lighthouse Saga - Band 2 - Sommerträume auf Cape Cod
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal
Der krönende Abschluss der Lighthouse-Saga - und der beste der drei Bände
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Freitag, 2. August 2019
Aber Töchter sind wir für immer || Christiane Wünsche || Rezension
Heimat ist nicht nur ein Gefühl
Schon lange haben sich die drei Schwestern Johanna, Heike und Britta nicht mehr gesehen. Zu verschieden sind sie, zu weit entfernt voneinander leben sie, zu groß ist das Unbehagen, irgendwie. Jetzt treffen sie sich wieder in ihrem Elternhaus am Bahndamm, inmitten der weiten Felder am Niederrhein.
Hier, in diesem Haus, fing alles an: Das mit ihren Eltern Christa und Hans, verbunden durch die Wirren des Krieges. Das Leben der Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und das mit Hermine. In diesem Haus geschah so vieles und wurde so vieles verschwiegen. Bis zu diesem einen Tag.
Christiane Wünsche || Aber Töchter sind wir für immer
Broschiert - 464 S. || Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 2. (24. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3810530714 || € 14,99
Gelesen 07/2019
Mein Leseeindruck:
Das Buch "Aber Töchter sind wir für immer" von der Autorin Christiane Wünsche erzählt die Geschichte von Hans Franzen, seiner Frau Christa und ihren vier Töchtern. Die Handlung spielt sich hauptsächlich in dem kleinen Ort am Niederrhein.
Die drei Schwestern Heike, Johanna und Britta waren ohne ihre Familien zum bevorstehenden achtzigsten Geburtstag des Vaters angereist. Es ist ein ehemaliges Bahnwärterhaus, in dem die Eltern noch leben und die Schwestern aufgewachsen waren. Sehr zurückhaltend wird davon geschrieben, dass es ja noch eine Schwester gab, Hermine. Britta, die Jüngste hatte ihre Schwester nicht in Erinnerung. Und dennoch hatte sie etwas im Gepäck für ihren Vater, welches ihr Mann aufbewahrt hatte und nunmehr war der passende Zeitpunkt gekommen. Marcel war viele Jahre älter als Britta und kannte Hermine. Sie hatte ihm ihr Tagebuch anvertraut. Marcel hatte Britta gesagt, dass sie es gern vorab lesen sollte, um Hermine kennenzulernen. Denn viel zu jung hatte Hermine die Welt verlassen.
So beginnt nach einer kurzen Einführung eine wunderbar geschriebene Lesereise. Jeder aus der Familie erzählt den Werdegang, wobei auch Hermine von sich aus dem Tagebuch erzählt. Brittas Hoffnung endlich mehr von ihr zu erfahren wird erfüllt. Denn immer stand dies wie ein Schatten zwischen allen. Es war wie ein Deckel des Schweigens über allem. Christa, die Mutter, war als Kind mit ihrer Mutter und dem Großvater bei den Franzen untergekommen. Sie waren Vertriebene aus Schlesien. Auf einem großen Gut hatten sie gelebt und zu Hermann, dem Sohn des Hofes, hatte Christa eine besondere Beziehung. Sie wollten sich nie aus den Augen verlieren. Doch der Krieg sprach eine andere Sprache. Doch das Leben hält Zufälle bereit und sie treffen sich wieder. Christa war inzwischen mit Hans verheiratet, hatte zwei Kinder und Hermann hatte sich ein Geschäft aufgebaut und lebte in einer Beziehung. In seiner Familie wurde immer wieder festgestellt, dass jemand das 2. Gesicht hatte. Je mehr man in der Geschichte drin ist, umso deutlicher ahnt man, was geschehen ist. Denn Hermine sprach Dinge aus, die später eintraten. Aber all das wurde still geschwiegen. Und sie beschrieb immer wieder ihren Sehnsuchtsort. Am Ende der Lesereise steht die Familie genau dort wie Hermine beschrieben, obwohl sie nie dort gewesen war.
Jede einzeln erzählte Geschichte ist interessant und authentisch geschildert. Der Autorin ist der Wechsel zwischen dem Hier und Heute und dem Vergangenen optimal gelungen.
Durch die wechselnden Erzählperspektiven der Protagonisten bekommt man einen guten Blick in die jeweilige Zeit und der Handlung. Der Schreibstil ist flüssig. Christiane Wünsche hat die Familiengeschichte sehr interessant erzählt, dass man nur so durch die Kapitel fliegt. Es fesselt einen direkt und man mag nicht aufhören. Denn irgendwie ist es ein Buch, dass nicht nur interessant und fesselnd geschrieben ist, es berührt auch den Menschen und spricht ihn an.
Für Leser solcher Art Romane kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Aber auch all anderen, sich einmal an so eine Geschichte zu wagen.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
***
Dieser Roman lässt uns die Bande spüren, die uns alle mit unseren Familien und unserem Zuhause verbinden. (Verlag)
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Eine Familiengeschichte mit Hintergrund
Schon lange haben sich die drei Schwestern Johanna, Heike und Britta nicht mehr gesehen. Zu verschieden sind sie, zu weit entfernt voneinander leben sie, zu groß ist das Unbehagen, irgendwie. Jetzt treffen sie sich wieder in ihrem Elternhaus am Bahndamm, inmitten der weiten Felder am Niederrhein.
Hier, in diesem Haus, fing alles an: Das mit ihren Eltern Christa und Hans, verbunden durch die Wirren des Krieges. Das Leben der Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und das mit Hermine. In diesem Haus geschah so vieles und wurde so vieles verschwiegen. Bis zu diesem einen Tag.
Christiane Wünsche || Aber Töchter sind wir für immer
Broschiert - 464 S. || Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 2. (24. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3810530714 || € 14,99
Gelesen 07/2019
Mein Leseeindruck:
Das Buch "Aber Töchter sind wir für immer" von der Autorin Christiane Wünsche erzählt die Geschichte von Hans Franzen, seiner Frau Christa und ihren vier Töchtern. Die Handlung spielt sich hauptsächlich in dem kleinen Ort am Niederrhein.
Die drei Schwestern Heike, Johanna und Britta waren ohne ihre Familien zum bevorstehenden achtzigsten Geburtstag des Vaters angereist. Es ist ein ehemaliges Bahnwärterhaus, in dem die Eltern noch leben und die Schwestern aufgewachsen waren. Sehr zurückhaltend wird davon geschrieben, dass es ja noch eine Schwester gab, Hermine. Britta, die Jüngste hatte ihre Schwester nicht in Erinnerung. Und dennoch hatte sie etwas im Gepäck für ihren Vater, welches ihr Mann aufbewahrt hatte und nunmehr war der passende Zeitpunkt gekommen. Marcel war viele Jahre älter als Britta und kannte Hermine. Sie hatte ihm ihr Tagebuch anvertraut. Marcel hatte Britta gesagt, dass sie es gern vorab lesen sollte, um Hermine kennenzulernen. Denn viel zu jung hatte Hermine die Welt verlassen.
So beginnt nach einer kurzen Einführung eine wunderbar geschriebene Lesereise. Jeder aus der Familie erzählt den Werdegang, wobei auch Hermine von sich aus dem Tagebuch erzählt. Brittas Hoffnung endlich mehr von ihr zu erfahren wird erfüllt. Denn immer stand dies wie ein Schatten zwischen allen. Es war wie ein Deckel des Schweigens über allem. Christa, die Mutter, war als Kind mit ihrer Mutter und dem Großvater bei den Franzen untergekommen. Sie waren Vertriebene aus Schlesien. Auf einem großen Gut hatten sie gelebt und zu Hermann, dem Sohn des Hofes, hatte Christa eine besondere Beziehung. Sie wollten sich nie aus den Augen verlieren. Doch der Krieg sprach eine andere Sprache. Doch das Leben hält Zufälle bereit und sie treffen sich wieder. Christa war inzwischen mit Hans verheiratet, hatte zwei Kinder und Hermann hatte sich ein Geschäft aufgebaut und lebte in einer Beziehung. In seiner Familie wurde immer wieder festgestellt, dass jemand das 2. Gesicht hatte. Je mehr man in der Geschichte drin ist, umso deutlicher ahnt man, was geschehen ist. Denn Hermine sprach Dinge aus, die später eintraten. Aber all das wurde still geschwiegen. Und sie beschrieb immer wieder ihren Sehnsuchtsort. Am Ende der Lesereise steht die Familie genau dort wie Hermine beschrieben, obwohl sie nie dort gewesen war.
Jede einzeln erzählte Geschichte ist interessant und authentisch geschildert. Der Autorin ist der Wechsel zwischen dem Hier und Heute und dem Vergangenen optimal gelungen.
Durch die wechselnden Erzählperspektiven der Protagonisten bekommt man einen guten Blick in die jeweilige Zeit und der Handlung. Der Schreibstil ist flüssig. Christiane Wünsche hat die Familiengeschichte sehr interessant erzählt, dass man nur so durch die Kapitel fliegt. Es fesselt einen direkt und man mag nicht aufhören. Denn irgendwie ist es ein Buch, dass nicht nur interessant und fesselnd geschrieben ist, es berührt auch den Menschen und spricht ihn an.
Für Leser solcher Art Romane kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Aber auch all anderen, sich einmal an so eine Geschichte zu wagen.
Ӝ̵̨̄Ʒ 5 Lesegenuss-Bücher
***
Dieser Roman lässt uns die Bande spüren, die uns alle mit unseren Familien und unserem Zuhause verbinden. (Verlag)
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Eine Familiengeschichte mit Hintergrund
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