Thomas Jeier
Am Ufer der Träume
Gebundene Ausgabe
319 Seiten
Am Ufer der Träume
Gebundene Ausgabe
319 Seiten
Verlag: Ueberreuter; Auflage: 1
(7. Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3800056880
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre€ 14,95
Cover Verlag Ueberreuter
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Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension Dank an den Autor Thomas Jeier für das Leseexemplar.
Verlagsinfo:
Irland 1846: Auf der Flucht vor einem grausamen Hungertod folgt Molly Campbell ihrer großen Liebe nach Amerika. Bei der Ankunft in New York ist Bryan spurlos verschwunden. Was ihr bleibt, ist die Hoffnung, ihn wiederzufinden und mit ihm nach Westen zu gehen, um dort eine neue Zukunft aufzubauen. Wird sie ihn jemals wiedersehen?
Statement:
„Am Ufer der Träume“ beginnt mit einem Zitat im Ersten Buch
– Irland – von Father Matthew, 1846: „In vielen Gegenden saßen geplagte
Menschen auf den Zäunen ihrer verfaulten Gärten, wrangen ihre Hände und
beklagten die Zerstörung, die sie ohne Nahrung zurückgelassen hatte.“
Schon im Jahr 1845 wurde Irland bereits von der
Kartoffelfäule heimgesucht, eine Katastrophe für das Land und ihre Bevölkerung.
Und in diesem Jahr war es wieder so. Die Bauern standen vor dem Nichts, und die
Engländer forderten von ihnen als ihre Herrscher die Pacht. Hungersnot machte
sich breit. Viele Menschen starben und nur wenige schafften die Auswanderung
nach Amerika oder in ein anderes Land. Besitztum war ihnen als Katholiken nicht
erlaubt. Rose Campbell lebte und wirtschaftete nach dem Tod ihres Mannes mehr
recht als schlecht auf der kleinen Farm mit ihren beiden Töchtern Molly und
Fanny. Das Haus, in dem sie lebten, hatte der Vater selbst gebaut. Doch die
Kartoffelfäule machte ihnen in diesem Jahr eine weitere Bewirtschaftung auf dem
Land unmöglich. Sie müssen aus dem Haus. Auf der Suche nach einer Unterkunft
und Nahrung trifft die Älteste der beiden Schwestern, Molly, auf Bryan, der
sich allein durch die Welt schlägt. Doch spätestens zum Winter müssen sie in
ein Arbeitshaus. Der Mutter geht es gesundheitlich sehr schlecht.
Was schier unmöglich erscheint, Bryan macht es möglich und
besorgt für alle Tickets für die Überfahrt nach Amerika.
Leider überlebt es Rose Campbell nicht und so sind Molly und
Fanny auf sich selbst angewiesen, als sie endlich New York erreichen. Denn hier
verliert Molly Bryan aus den Augen und so versuchen beide, ihren
Lebensunterhalt als Näherinnen zu verdienen. Die Liebe Mollys zu Bryan ist
unerschütterlich. Sie glaubt nicht daran, dass er tot ist.
Molly ist eine Kämpferin und der Autor hat sehr glaubwürdig
die Entwicklung dieser Charaktere beschrieben.
Das Buch „Am Ufer der Träume“ ist aufgeteilt in zwei
Abschnitte bzw. zwei Bücher. Zum einen Erstes Buch – Irland und Zweites Buch –
Amerika.
Ich erinnerte mich während des Lesens des Ersten Buches an
Bruchstücke aus dem Unterricht, gerade die Zeiten der Hungersnot u. a. Irland
ist ein Land, was mich schon seit Jahren fasziniert. Umso erschütternder war
es, die Lebensumstände der damaligen Zeit in dieser Geschichte zu lesen. Diese
entwürdigenden Verhältnisse, Lebensumstände der Armen sind vergangene Realität.
Was das Leben in Amerika bzw. im New York der damaligen Zeit
betrifft, entspricht es dem, was mir vor vielen Jahren während eines
Aufenthaltes in der Stadt eine Stadtführerin schilderte.
Fazit:
Wieder einmal ist es dem Autor Thomas Jeier gelungen, mich
mit einer Geschichte auf eine Reise zu schicken, die sehr spannend geschrieben,
sich durch Recherchen auszeichnet und den geschichtlichen Hintergrund
hervorhebt.
Ein empfehlenswerter Jugendroman, der mich durch seine
Handlung, u. a. dem Thema Auswanderung und den Charaktere überzeugt hat, und
daher meine Leseempfehlung erhält. Anzumerken sei noch, dass es ebenso auch ein
interessantes Buch für Erwachsene ist.
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Hi Hanne!
AntwortenLöschenSchön, dass du auch bei der Challenge von Anett dabei bist :)
Alles Liebe von der Lesegiraffe
http://lesegiraffe.blogspot.de/
@ lieben Dank für deinen Kommentar :-) Ich freue mich auch, allerdings muss ich bis dahin mal die Probleme in den Griff kriegen, warum ich auf Blogs, die mit dem Spam-Robot arbeiten, nicht Rückkommentare per Mail abonnieren kann. Das ist eine elende Geschichte.
LöschenLiebe Grüße Hanne