Christian Jeitsch
Olaf Kraemer
ABATON – Vom Ende der Angst Band 1
Gebundene Ausgabe
400 Seiten
Verlag: mixtvision Verlag; Auflage: 1. (1. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3939435389
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
€ 16,90
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Aktuelles Cover zum Zeitpunkt der Rezension
Statement:
Der Verlust der Eltern bzw. eines Elternteils, das ist das
eine, was die drei Protagonisten Linus, Edda und Simon gemeinsam haben. Bei
einem Schreibwettbewerb an den jeweiligen Schulen hatten sie den Aufenthalt im
Zeltlager gewonnen. Handlungsort ist Berlin. Für Linus ist dieses von hoher
Bedeutung, da vor einem Jahr seine Eltern auf einer Dienstreise in einer
Berliner U-Bahn wie vom Erdboden verschwunden sind. Er glaubt nicht an ihren
Tod und will die Möglichkeit nutzen, während des Aufenthaltes nach ihnen zu
suchen. Edda, deren Mutter sich in einer psychiatrischen Klinik aufhält, lebt
seitdem bei ihrer Oma und Simon ist froh, endlich für ein paar Tage seinem
Zuhause zu entfliehen. Sein Vater ist im Gefängnis und seine Mutter ...
Drei 14-jährige, die so gar nichts gemeinsam haben und die
doch etwas miteinander verbindet.
(S. 386 ...das Resultat einer emphatischen Verbindung
zwischen den dreien.“ „Du redest von Freundschaft?“ ...)
Edda, Simon und Linus sind Auserwählte, doch sie wissen
davon nichts. Sie ahnen auch nicht, dass dieses Camp kein normales ist.
GENE-SYS, was hat es mit diesem Namen, dieser Verbindung auf sich?
Und warum gerade diese Drei sich auf das Abenteuer
einlassen, gibt es sie wirklich, diese Zufälle, diese Begegnungen?
Beginnend mit dem Prolog und dem Rückblick auf die Zeit des
Nationalsozialismus wird der Leser sogleich in die Handlung katapultiert. Und
diese Handlung befindet sich UNTER Berlin. Denn es war eine U-Bahn, in der
Linus Eltern einfach verschwanden.
Das Abenteuer beginnt.
Noch intensiver auf den Handlungsverlauf einzugehen, lasse
ich jetzt mal sein. „Vom Ende der Angst“ ist auf verschiedene
Erzählperspektiven konstruiert. Der Anfang liest sich gut und schnell, doch
durch den Wechsel verwirrt es so manches Mal und es braucht seine Zeit,
intensiv sich dem Ganzen als Leser zu finden.
Die beiden Autoren sind ja auch Drehbuchautoren und der
Aufbau des ersten Bandes, so stelle ich mir ansatzweise ein bißchen ein
Drehbuch vor.
Vergangenheit – CUT – Gegenwart – CUT
Doch „Vom Ende der Angst“ geht auch etwas Besonderes,
Einzigartiges aus. Nicht wegen der Handlung oder dem Schreibstil der Autoren
(muss man eigentlich bei so bekannten Namen noch den Schreibstil erwähnen?),
sondern von der Gesamtaufmachung des Buches, seinem Innenleben, seiner
typographischen Raffinesse, z. B. befinden sich neben den Seitenzahlen kleine
blaue Zeichen, die sich, wenn man die Seiten über den Daumen laufen läßt, wie
ein Buchstabenkino zeigen.
(S. 258 „Edda, achte auf das Zeichen. Du bist so viel mehr,
als du denkst. M.“
Die drei Protagonisten, so unterschiedlich sie sich
darstellen, meines Erachtens klar und deutlich beschrieben, zeigen letztendlich
auf, dass Freundschaft ein sehr wichtiger Bestandteil in eines jedem Leben ist.
„ABATON – Vom Ende der Angst“, dem Auftaktband der
ABATON-Trilogie, ist ein außergewöhnlicher Jugendroman, den ich in der Art und
Weise noch nicht gelesen habe. Die Autoren bezeichnen die ABATON-Trilogie als
Science-Faction-Thriller (entnommen aus dem Interview).
Ob in der Vergangenheit oder dem Heute, die Ebene der
modernen Forschung, der Zukunft, haben einen enormen Stellenwert in der
heutigen Welt, der Industrie eingenommen.
Fazit:
„ABATON – Vom Ende der Angst“ erhält meine Leseempfehlung
und diese nicht nur für Jugendliche ab dem empfohlenen Lesealter, sondern auch
für Erwachsene. Etliche offene Fragen bleiben, aber da ich nach diesem Band
gleich den Folgeband gelesen habe (worüber ich sehr froh war), kann ich
zukünftigen Lesern ebenfalls nur ans Herz legen, dies ebenso zu handhaben. Ist
aber KEIN Muss!
Im Herbst 2013 erscheint der Abschlussband der
ABATON-Trilogie „Im Bann der Freiheit“. Ich bin neugierig.
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