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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Rezension (242) Der letzte Engel




                 Zoran Drvenkar - Der letzte Engel
         
   Verlag: cbj
   Gebundes Buch m. Schutzumschlag
   432 Seiten
   ISBN: 978-3-570-15459-5
   € 16,99
   Ab 14 Jahren
 




Statement (Achtung, diese Rezension entspricht nicht der "Norm")

Der Anfang zu einer Rezension, die ich eigentlich gar nicht schreiben kann.
Wieso, weshalb? Eigentlich gibt es für „Der letzte Engel“ nur den einen Satz: Was für ein Buch!
Wie heißt es so schön, eine Rezension soll kein Auseinanderpflücken der Kurzbeschreibung sein. Von daher lasse ich diese weg. Sie ist überall zu lesen.
„Der letzte Engel“ hat mich auch jetzt noch, nachdem einige Wochen vergangen sind, und ich nun versuche, eine einigermaßen gute Rezension zu schreiben, sprachlos gemacht.  Kann ich das überhaupt, so waren meine ersten Gedanken. Versuch es, so sagte mir mein Inneres.

Das Buch endet mit dem Satz „Ende vom Ersten Buch“. Hallo, lieber Autor, und wann geht es weiter? Doch nicht einfach so diesen Satz im Raum stehen lassen. Obwohl ich vor diesem Buch schon das Werkstattbuch lesen durfte, war ich hin und weg... 
                       
Wie kommt es, dass ich von dem Autor zuvor noch nichts gelesen habe? Frage muss unbeantwortet bleiben.
Vorweg sei gesagt, die Geschichte ist sehr gut durchdacht, die Charaktere sind glaubhaft dargestellt und überraschen ab und an. Doch es ist wirklich kein Buch mal für eben zwischendurch zu lesen.
Worum also geht es in „Der letzte Engel“, ohne nicht allzuviel von der Handlung zu verraten.
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Der sechszehnjährige Motte erhält an einem Wochenende eine Mail, ohne Betreff, mit dem Text ...
(S. 19 .. sorry für die schlechte nachricht
aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein

wir wollten nur, dass du das weißt
du bist nicht allein
sei mutig und stark)

Wenn Motte nicht dringend ein Referat hätte abschließen müssen, wäre er mit seinen Freunden um die Ecke gezogen. Doch nun diese Mail. Wie lächerlich kam ihm das vor. Doch trotz aller Bemühungen machte er sich Gedanken, was wäre Wenn, und was ist das, tot zu sein?
Doch dann passiert es, trotz der durcharbeiteten Nacht, einer kurzen Schlafpause – steht Motte vor dem Spiegel im Badezimmer und das, was er sieht, glaubt er nicht – unfassbar.
Die Handlung „Der letzte Engel“ wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt.
Personen, Orte, Hin und Her – Motte „Der letzte Engel auf Erden“. Doch wie erklärt es sich, dass sein Freund Lars ihn sehen kann und der Vater nicht. Wie krass ist es für Motte, sich selbst tot im Bett liegen zu sehen.
Jedes Kapitel für sich birgt so viel Spannung, dass man gar nicht aufhören mag zu lesen. So dumpf und düster die Geschichte am Anfang erscheint, umso intensiver versetzt der Autor durch seinen einzigartigen Schreibstil, die Wahl seiner Worte, den Leser in ein fast bildhaft erscheinendes Buchkino.
Das Schicksal von Motte, dem letzten Engel, von Mona und Esko, sie werden den Leser begleiten, entführen in eine Handlung voller Geheimnisse, einer Geschichte, die bis zum Schluss fesselt.
Schreiben Sie mal eine Rezension zu einem Buch, bei dem die eigene Gefühlswelt Karussell fährt. Auf die Fortsetzung bin ich sehr gespannt.
„Der letzte Engel“, ein Buch, dass sich aus der Masse hervorhebt.

Dank an den cbj-Verlag für das außergewöhnliche Buch

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