Zoran Drvenkar - Der letzte Engel | |
Verlag: cbj
Gebundes Buch m. Schutzumschlag 432 Seiten ISBN: 978-3-570-15459-5 € 16,99 Ab 14 Jahren | |
Statement (Achtung, diese Rezension entspricht nicht der "Norm")
Der Anfang zu einer Rezension, die ich eigentlich gar nicht
schreiben kann.
Wieso, weshalb? Eigentlich gibt es für „Der letzte Engel“
nur den einen Satz: Was für ein Buch!
Wie heißt es so schön, eine Rezension soll kein
Auseinanderpflücken der Kurzbeschreibung sein. Von daher lasse ich diese weg.
Sie ist überall zu lesen.
„Der letzte Engel“ hat mich auch jetzt noch, nachdem einige
Wochen vergangen sind, und ich nun versuche, eine einigermaßen gute Rezension
zu schreiben, sprachlos gemacht. Kann
ich das überhaupt, so waren meine ersten Gedanken. Versuch es, so sagte mir
mein Inneres.
Das Buch endet mit dem Satz „Ende vom Ersten Buch“. Hallo,
lieber Autor, und wann geht es weiter? Doch nicht einfach so diesen Satz im
Raum stehen lassen. Obwohl ich vor diesem Buch schon das Werkstattbuch lesen
durfte, war ich hin und weg...
Wie kommt es, dass ich von dem
Autor zuvor noch nichts gelesen habe? Frage muss unbeantwortet bleiben.
Vorweg sei gesagt, die Geschichte
ist sehr gut durchdacht, die Charaktere sind glaubhaft dargestellt und
überraschen ab und an. Doch es ist wirklich kein Buch mal für eben
zwischendurch zu lesen.
Worum also geht es in „Der letzte
Engel“, ohne nicht allzuviel von der Handlung zu verraten.
----
Der sechszehnjährige Motte erhält
an einem Wochenende eine Mail, ohne Betreff, mit dem Text ...
(S. 19 .. sorry für die schlechte
nachricht
aber wenn du aufwachst, wirst du
tot sein
wir wollten nur, dass du das
weißt
du bist nicht allein
sei mutig und stark)
Wenn Motte nicht dringend ein
Referat hätte abschließen müssen, wäre er mit seinen Freunden um die Ecke
gezogen. Doch nun diese Mail. Wie lächerlich kam ihm das vor. Doch trotz aller
Bemühungen machte er sich Gedanken, was wäre Wenn, und was ist das, tot zu
sein?
Doch dann passiert es, trotz der
durcharbeiteten Nacht, einer kurzen Schlafpause – steht Motte vor dem Spiegel
im Badezimmer und das, was er sieht, glaubt er nicht – unfassbar.
Die Handlung „Der letzte Engel“
wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt.
Personen, Orte, Hin und Her –
Motte „Der letzte Engel auf Erden“. Doch wie erklärt es sich, dass sein Freund
Lars ihn sehen kann und der Vater nicht. Wie krass ist es für Motte, sich
selbst tot im Bett liegen zu sehen.
Jedes Kapitel für sich birgt so
viel Spannung, dass man gar nicht aufhören mag zu lesen. So dumpf und düster
die Geschichte am Anfang erscheint, umso intensiver versetzt der Autor durch seinen
einzigartigen Schreibstil, die Wahl seiner Worte, den Leser in ein fast
bildhaft erscheinendes Buchkino.
Das Schicksal von Motte, dem
letzten Engel, von Mona und Esko, sie werden den Leser begleiten, entführen in
eine Handlung voller Geheimnisse, einer Geschichte, die bis zum Schluss
fesselt.
Schreiben Sie mal eine Rezension
zu einem Buch, bei dem die eigene Gefühlswelt Karussell fährt. Auf die
Fortsetzung bin ich sehr gespannt.
„Der letzte Engel“, ein Buch, dass sich aus der Masse hervorhebt.
Dank an den cbj-Verlag für das außergewöhnliche Buch

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