Susanne Goga
Mord in Babelsberg
Taschenbuch
320 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Februar
2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423214865
€ 9,95
auch als Ebook© (Cover/Infos dtv-Verlag)
Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar
Meine Meinung:
Berlin 1926: Kommissar Leo Wechslers vierter Fall „Mord in
Babelsberg“ beginnt in Berlin-Kreuzberg. Nein, eigentlich doch nicht, genau genommen im Besprechungszimmer der
Inspektion A, wo die Kollegen sich die Konstruktionszeichnungen zu einem
neuartigen Dienstfahrzeug der Mordkommission, dem Mordbereitschaftswagen. Es
gab ihn wirklich, den Kriminalrat Ernst Gennat. Hier findet sich eine
historische Figur in einem Zeitkrimi wieder. Leo Wechsler wird zu einem Mord
gerufen. Für ihn eine starke Herausforderung, denn mit Marlen, der Toten, wird
er nunmehr mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Er behält dies aber für sich,
auch mit seiner Frau Clara spricht er nicht darüber. Diese Beziehung war vor
seiner Ehe.
Kurz darauf wird ein bekannter Stummfilmregisseur ermordet
aufgefunden, Viktor König, mit den gleiche Mordmerkmalen wie bei der Toten.
Die beiden Fälle zu lösen, erweist sich als kompliziert.
Gibt es eine Verbindung zwischen ihnen?
Das Team um den Kommissar tappt lange im Dunklen. Doch dann
taucht eine Charaktere auf, die vielleicht/evtl. das Puzzle zusammenfügen kann.
Berlin der Zwanziger Jahre, das Leben, die politische
Entwicklung, aber auch die damaligen Arbeitsverhältnisse in der Kriminologie,
dies hat die Autorin klar und detailliert, gut recherchiert in die Handlung
eingebaut.
Der allmähliche wirtschaftliche Aufschwung ist spürbar.
Ebenso die familiäre Situation von Leo Wechsler spielt eine wichtige Rolle mit.
Das Verhältnis seiner Schwester zu seiner Frau Clara hat sich positiv
verbessert und sie haben genug für das Leben.
Aber was ist schon genug?
Die Reichen protzen, die Filmindustrie zeigt Glamour und
Glemmer.
Es ist nicht nur die Atmosphäre von dem Berlin der Zwanziger
Jahre, der diesem Roman genau den richtigen Hintergrund liefert.
Fazit:
„Mord in Babelsberg“, ein Kriminalroman mit geschichtlichem
Hintergrund, inhaltlich gut und spannend geschrieben, dem ich meine
Leseempfehlung gebe!
Ich mag den Stil der Autorin Susanne Goga, von der ich
bereits
gelesen habe. In diesem Buch ist Clara Bleibtreu noch seine
Freundin.
Buchinfo:
Berlin 1926. Im Hof einer eleganten Wohnanlage in Kreuzberg
wird die Leiche einer Frau entdeckt, die mit einer Scherbe aus rotem Glas
erstochen wurde. Kommissar Leo Wechsler muss am Tatort erkennen, dass es sich
bei der Toten um seine ehemalige Geliebte Marlen Dornow handelt, die er seit
Jahren nicht mehr gesehen hat. Er erzählt niemandem von seiner Verbindung zu
der Toten, auch nicht seiner Frau Clara, sondern stürzt sich verbissen in die
Ermittlungen. Wie sich herausstellt, hatte Marlen sich von wohlhabenden Männern
aushalten lassen, zuletzt von einem Politiker, der ein enger Mitarbeiter des
Außenministers Gustav Stresemann ist. Kurze Zeit später gibt es einen zweiten
Toten: Viktor König, der gefeierte Filmregisseur, wurde ebenfalls mit einer
roten Glasscherbe erstochen …


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