Julia Kröhn
Das Modehaus
Töchter der Freiheit
Hundert Jahre, drei Frauen und ein Traum - ein Traum von Samt und Seide, von Freiheit und Liebe.
Die goldenen Zwanziger, spektakuläre Modekollektionen und … Coco Chanel. Fanny hat genug von der altbackenen Mode im familieneigenen Imperium und will in Paris als Modeschöpferin durchstarten. Am Ende hat sie nur als Mannequin Erfolg, und auch dieser glitzernde Traum zerplatzt. 1946 kämpft Tochter Lisbeth im zerbombten Frankfurt ums nackte Überleben – und um das Modehaus ihrer Vorfahren. Erfindungsreich führt sie es in eine neue Zeit, zahlt dafür jedoch einen hohen Preis. 1971 ist Rieke die Liebe wichtiger als das Geschäft. Doch dann steht das Familienunternehmen vor dem Bankrott – und sie vor einer folgenschweren Entscheidung ...
Blanvalet TB Verlag || 528 S. || 18. Februar 2019
ISBN-13: 978-3734105715 || € 10,99
Gelesen 03/2019
In dem Roman wird die Geschichte dreier Frauen erzählt, verbunden mit dem Modehaus der Familie. Dies geschicht über einen Zeitraum von einem guten Jahrhundert. Als Leser wird man zurückversetzt in die Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs, wo sich vieles abspielt, was für die Handlung interessant ist. Fanny, Lisbeth, Rieke, in den jeweiligen Kapiteln erfährt man deren Geschichte. Beginnend 1914 mit Fanny, dann geht es mit Lisbeth 1944-1945 weier und nach einem großen Zeitsprung 1971 mit Rieke.
Hauptsächlicher Handlungsort ist Frankfurt. Wer sich für Geschichte interessiert, wie es den Menschen im Krieg erging und was diese Zeit mit ihnen machte, fließt der historische Hintergrund rundum mit in die Handlung ein. Und ebenso Familiengeschichten. Zu Beginn muss ich aber sagen, man sollte sich für den Einstieg Zeit nehmen, um die einzelnen Protagonisten kennenzulernen. Dies kann schon nach den ersten drei Kapiteln sein, aber auch später. Eine kleine Auflistung der Kapitelfolgen nur mal kurz zur Info am Ende meiner Lesermeinung.
Ich für mich habe ein gutes Drittel gebraucht, um richtig in die Geschichte hineinzuwachsen. Hiernach gewinnt das Buch schon an Stärke. Allerdings muss ich sagen, dass die Idee dieses Drei-Generationen-Romans gut ist, doch man hätte meiner Meinung das splitten sollen.
Eine Zusammenfassung zum Inhalt ergibt sich nicht - siehe Klappentext. Anfänglich fand ich einen schlechten Zugang zu den Charakteren. Ich mochte Fannys Story. Dann wiederum Riekes Auftritt in Paris, als sie ihre Schwester Vera für einige Tage besucht, ziemlich überspannt, merkwürdig.
Das Cover finde ich gelungen" Hier sieht man eine Frau der Zeit, bereit für den Aufbruch, m. E. um glücklich zu werden.
Romane, die etwas bewegen, nämlich Erinnerungen an Vergangenes und dazu gehören eben auch die Art fiktiver Familiengeschichte verflochten mit historischem Hintergrund. Es ist gut die Vergangenheit zu kennen, um klar in die Zukunft zu schauen.
Ӝ̵̨̄Ʒ 4 Lesegenuss-Bücher
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplars.
Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim Verlag
Träumen sollte man, leben aber auch …
Eine Familiensaga über drei Generationen
Drei Frauen, drei Generationen - eine Familiensaga
Auflistung:
Fanny 1914
Lisbeth 1944 - 1945
Rieke 1971
Fanny 1914 - 1920
Lisbeth 1946
Rieke 1971
Fanny 1920
Lisbeth 1947
Rieke 1972
Fanny 1921
Lisbeth 1947
Rieke 1972
Fanny 1921
usw........
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Kommentare zum Post
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Hallo Hanne,
AntwortenLöschenich lese das Buch gerade und habe etwa zwei Drittel hinter mir.
Ich habe ziemlich Schwierigkeiten Zugang zu den Protagonistinnen zu bekommen.
Normalerweise mag ich solche wechselnden Handlungsstränge und Zeitsprünge.
Aber hier hätte ich es lieber chronolisch gehabt.
Diese ewigen Wechsel nerven mich hier ein bisschen.
Liebe Grüße
Conny
Liebe Conny, dann bin ich ja beruhigt ich stehe nicht allein so blöd da. Mich hat es wirklich sehr am Lesefluß gestört dieses ewige Hin und Her.... siehe meine Auflistung am Ende des Posts. Man bekam kein Gefühl für die Frauen und das ist wirklich schade. Die Autorin hätte diese ganze Geschichte echt splitten sollen, wie ich schon schrieb.
LöschenTrotz allem habe ich dann doch 4 * gegeben, aber die Faktoren dafür aufzuzählen habe ich mir gespart.
LG HANNE