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In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Freitag, 4. Januar 2019

(Rezension) "Florence" ~ Jessica Brockmole

Jessica Brockmole
Florence
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Diana Verlag (10. Dezember 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345335995X
ISBN-13: 978-3453359956
Originaltitel: Woman Enters Left
Uta Rupprecht (Übersetzer)
€ 10,99

Weitere Infos siehe unten

Nichts ist so viel Wert,
wie die Freiheit im Herzen.





(Gelesen 12/2018)

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Buchanfang

Filme fangen oft mit einem Panoramablick an.
Eine Skyline. Ein Strand. Eine Wüste mit Kakteen. Paris, Rom, Honolulu, New York City.
Dieser Film beginnt in Los Angeles.


Mein Leseeindruck

Der Roman "Florence" von Jessica Brockmole beginnt wie eine filmische Erzählung im Jahr 1952 in Los Angeles. Die Hauptdarstellerin ist Louise Wilde. Sie eilt in eine ihr unbekannte Wohnung, wo Mr. French auf sie wartet. Er ist Testamentsvollstrecker und zwar von Flrence Daniels. Mit ihrem Testament hatte diese die letzte Szene im Drehbuch ihres Lebens geschrieben. Es stellt sich heraus, dass Louisa Alleinerbin ist, bis auf ein paar Kleinigkeiten, die an andere verteilt werden sollen. Es ist Florence Wohnung, in der sich Louisa befindet. Louisa Wilde ist eine gefragte Schauspielerin, aber dennoch nicht zufrieden mit den ihr angebotenen Rollen. Da findet sie in er Wohnung eine Menge Drehbücher, geschrieben von Florence, die sie interessiert liest und sich fragt, warum sie nicht so eine Rolle spielen kann. So nimmt sie etliche mit nach Haus. Zuhause, dort wo ihr Mann Arnie seit Monaten, schwer verletzt aus dem Krieg heimgekommen, verkriecht, traumatisiert. Für Louisa hieß es immer nur Geduld, Geduld, Geduld … In wenigen Wochen war Weihnachten, doch das war ihr egal. In der Wohnung von Florence war ihr ein Foto aufgefallen, auf der sie ihre Mutter Ethel zusammen mit Florence erkennt. An ihre Mutter konnte sie sich kaum erinnern, da diese früh verstorben und sie beim Vater aufgewachsen war. So beginnt sie Florence Tagebuch zu lesen und entscheidet sich, zu ihrem nächsten Drehort mit dem Auto zu fahren. Im Hinterkopf die Strecke von früher, die Florence und Ethel 1926 begonnen hatten.
On the road again …
Der Einstieg in das Buch war nicht ganz  so einfach, doch wenn man erst einmal merkt, worum und was es geht, sich diese zu einer guten Story entwickelt, ist man schon mittendrin. Man erfährt Stück für Stück aus dem Leben und dem Roadtrip von Florence und Ethel. Auch um die gesundheitlichen Probleme. Sie haben im vorangegangenen Krieg in einer Radiumfabrik gearbeitet. Sie waren jung, wollten leben. Doch niemand hatte ihnen gesagt, welche gesundheitsschädigenden Folgen auf sie zukämen. Woher auch? Die Zeiten waren damals nicht so wie heute. Es ging um das Bemalen der Ziffernblätter mit eben dieser Leuchtfarbe. Die Autorin gibt dazu in ihrer Danksagung eine Erklärung. Fatale Folgen.
Zwei Geschichten, die jede für sich gut entwickelt ist. Man vergißt zeitweise, das Louise die Tochter von Ethel ist. Ebenso konnte man meinen, dass Louisas Weg eine Reise zu sich selbst ist. Beide Geschichten zeigen den körperlichen und seelischen Schmerz. Und dennoch sind sie alle auf der Suche. Auch wenn es den Anschein hat, dass Arnie, Louisas Ehemann, eine Nebenrolle spielt, zeigt seine Geschichte, die Zeit im Koreakrieg auf, seine Verletzung, die Realtität danach.
Letztendlich endet Louisas Reise bei ihrem Vater, Klärung und ein nicht so ganz vorhersehbares Ende.
In dem Roman "Florence" von der Autorin Jessica Brockmole geht es um mehr als nur Beziehungen. Sei es Mutter und Tochter, den Eheleuten oder den Freundinnen. Es geht auch im die eigene Freiheit, ein Leben, das so nicht geführt werden kann, wie man es wirklich wollte. Die Autorin zeigt in ihrem Roman drei weibliche Charaktere, realistisch, irgendwie authentisch, stark und dennoch fraulich. Sie beschreibt die Handlungsorte bildhaft, eben wie in einem Film. Es stellt sich die Frage: Beeinflusst ein Erlebnis aus der Vergangenheit das Leben in der Gegenwart?
Für mich vereint "Florence" nicht nur die Hollywood-Romantik, Glamour, interessante Dialoge, auch die Erzählung hat mich (fast) überzeugt.


© Rechte: Cover / Info - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim  Verlag
Vielen Dank an den Verlag und Bloggerportal  für das Leseexemplar 

Glimmer Glamour - Hollywood pur???
Eine Entdeckungsreise: Glimmer,  Glamour, Romantik - Hollywood pur? 



Los Angeles, 1952. Louise Wilde hat das Vermögen von Florence Daniels geerbt, einer Drehbuchautorin, die sie kaum kannte. In Florences Haus findet sie alte Fotos von ihrer eigenen Mutter Ethel. Den Kopf voller Fragen macht Louise sich auf den Weg zu ihrem Vater ... Fast dreißig Jahre früher bricht Florence mit ihrem alten Modell T auf. Für einen Job fährt sie von New Jersey quer durch die USA nach Hollywood. Auf dem Beifahrersitz ist ihre beste Freundin Ethel. Sie muss dringend zu ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter: Ethel fürchtet, dass ihre Ehe zerbricht. Während Florence fürchtet, dass Ethel sie retten kann ... Werden die drei Frauen entdecken, dass nicht jede Reise einer genau gezeichneten Landkarte folgt?

5 Kommentare :

  1. Hallo Hanne,

    das klingt nach einem interessanten Buch, besonders durch die Zeitgeschichte und die Arbeit in der Radiumfabrik. Nun wandert das Buch schon einmal auf die Wunschliste.
    Danke fürs Vorstellen.

    Liebe Grüße
    Barbara

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    1. Liebe Barbara,
      ja es ist schon ein etwas anderes Buch. Allerdings wird über die Arbeit in der Radiumfabrik nicht viel geschrieben, halt die Auswirkungen gesundheitlich usw., weil es die Frauen betraf. Danke für deinen lieben Besuch. Ich hoffe, nächste Woche endlich beim Augenarzt dazwischen rutschen zu können. Ich habe extreme Probleme und bin daher nicht sehr intensiv am PC oder so. Liebe Grüße Hanne

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    2. Liebe Hanne,

      da hoffe ich mal, dein Besuch beim Arzt hat dir Hilfe gebracht.
      Vielen Dank für die liebe Überraschungspost von dir, ich habe mich total darüber gefreut.
      Liebe Grüße
      Barbara

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    3. Liebe Barbara,
      ich habe Anfang März einen Termin, wo alles genauestens untersucht wird. Dann weiß ich mehr. Schätze mal, es muss wohl gelasert werden. Irgendwie spricht alles dafür☺ LG HANNE

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    4. Oh je, da wünsche ich dir alles Gute. Das sind heutzutage ja keine großen Eingriffe, aber Bammel hätte ich auch.

      Liebe Grüße
      Barbara

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