Kate Lord Brown
Das Sonntagsmädchen
Taschenbuch
464 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492305457
€ 9,99
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auch als EBOOK
Cover / Info - siehe Verlag
Kurzinfo:
Eine französische Künstlervilla, eine schicksalhafte Liebe
und eine verborgene Schuld
Immer sonntags öffnet die herrschaftliche Villa in Marseille
ihre schmiedeeisernen Tore und wird zum Treffpunkt für Künstler und
Intellektuelle, die aus allen Ecken des Landes herbeiströmen. Auch der junge
Maler Gabriel Lambert macht sich auf den Weg nach Südfrankreich. Doch es ist
das Nachbarhaus, das ihn schon bald in seinen Bann zieht. Denn dort wohnt ein
Mädchen, dessen Schönheit ihn vom ersten Augenblick an fesselt. Ein Mädchen,
für das er alles zu tun bereit ist - koste es, was es wolle ...
★*Meine Meinung*★
Die Geschichte „Das Sonntagsmädchen“ spielt auf zwei
Zeitebenen. Im Spätsommer 2000 schreibt die Journalistin Dr. Sophie Cass an den berühmten Maler Gabriel
Lambert einen sehr eindringlichen Brief mit der Aufforderung um Stellungnahme.
Durch ihre Großtante Vita, etlichen Bildern hatte sie gründlich des Malers Weg
von Europa in die USA recherchiert. Doch um den Artikel über ihn und seinen 90.
(?) Geburtstag veröffentlichen zu können, muss alles was geschrieben steht,
wasserfest sein. Und dazu bedarf es eines persönlichen Gesprächs mit Lambert.
Über ihn und seine Zeit vor gut 60 Jahren, als er im November 1940 in Marseille
ankam. Dort gab es diesen Amerikaner, Varian Fry, und das amerikanische
Hilfswerk ARC, dass Personen, die auf der Flucht vor den Nazis waren, in die
USA half.
Der erste Eindruck vom Cover täuscht, denn was den Leser
inhaltlich erwartet, gibt keinerlei Eindruck davon.
Um es kurz zu sagen, es ist keine einfache Geschichte „Das
Sonntagsmädchen“. Kein Roman mal eben für zwischendurch.
Es geht (wieder einmal) um den Nationalsozialismus, die
Verfolgung von Menschen in ganz Europa. Hitlerdeutschland. Das Schicksal vieler
Menschen, die sich an einen Strohhalm klammerten, gerettet zu werden. Und hier
steht die Organisation ARC imn Focus der Handlung, auch wenn es sich um den
Weg, das Leben des Malers Gabriel Lambert handelt. Man bekommt einen sehr guten
Blick in diese Organisation mit allem Drum herum.
Die Rückblenden innerhalb der Gegenwartskapitel waren teils
sehr verwirrend. Und auch die vielen genannten Personen machten das Lesen oft
zu einer schwierigen „Bezwingung eines Berggipfels“. Durch die teils sehr
langatmig beschriebenen Handlungen kann einem da beim Lesen schon einmal die
Puste ausgehen.
Es fehlte den Charaktere an Farbe, es hatte den Anschein,
als ob die schwarzen dunklen Wolken der Vergangenheit sich bis in die heutige
Zeit nicht richtig aufgelöst hatten.
So braucht es fast bis zum Schluss, um dann ein doch noch
gutes Ende lesen zu dürfen. Ein langer Weg, aber das Durchhalten lohnte sich
dafür. Aber auch die Person Varian, der Organisation waren mehr als ein paar
Farbtupfer in der Handlung.
Wer sich durch das Cover und auch Titel täuschen lässt und hier leichte Kost erwartet, dem rate ich davon ab „Das Sonntagsmädchen“ zu lesen.
Auch muss ich ehrlich sagen, dass ich nicht genau weiß,
welche Bewertung dieses Buch verdient.
Zum einen hat mir die Idee gut gefallen, allerdings ist die
Gesamtumsetzung dann doch leider irgendwie daneben gegangen. Schade eigentlich!
Weitere Bücher der Autorin im Verlag Piper:
Das Haus der Tänzerin
Der Zauber ferner Tage
Das Sonntagsmädchen
Die letzten Tage des Sommers
Vita:
Kate Lord Brown wuchs in der malerischen englischen Grafschaft Devon
auf. Nach ihrem Studium der Philosophie an der Universität Durham und am
Courtauld Institute of Art war sie zunächst als internationale Kunstberaterin
tätig und kuratierte in Europa und dem Mittleren Osten Sammlungen für
Botschaften und Paläste. Später zog sie mit ihrer Familie nach Valencia und
widmete sich dort dem Schreiben. Im Jahr 2009 war sie eine der Finalistinnen
der »People´s Author Competition«, die vom britischen TV-Netzwerk ITV
ausgerichtet wird. Sie ist mit einem Piloten verheiratet und lebt heute mit
ihrer Familie in Qatar. Ihr Debütroman „The Beauty Chorus“ wurde von den vielen
Stunden inspiriert, die sie auf Flugplätzen in Großbritannien verbrachte. Sie
verarbeitet darin die Erfahrungen von Piloten aus ihrer Familie während des
Zweiten Weltkriegs. Ihr zweiter Roman über den Spanischen Bürgerkrieg, „Das
Haus der Tänzerin“, zehrt von den Jahren, die sie in Spanien gelebt hat, und
und ist ihr erster auf Deutsch erschienener Roman.► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.


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