Nina Blazon
Lillesang
Gebundene Ausgabe
416 Seiten
Verlag: cbt (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570162873
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
€ 16,99
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Quelle / Infos Verlag
Verlagsinfo:
Als Jo und ihre Familie das alte Haus an der dänischen Küste
erben, erzählt die kauzige Nachbarin Bente die Geschichte von dem Gongur, der
an Land kommt und Menschen ins Meer zieht. Anders als ihre Mutter, die das
Wasser meidet, lässt Jo sich von der Alten nicht ins Bockshorn jagen. In der
Nacht jedoch wird sie tatsächlich von einer Stimme an den Strand gelockt. Bente
kann das schlafwandelnde Mädchen in letzter Minute retten. Was hat es mit dem
Nixen-Wesen auf sich? Und warum versteckt Jos Mutter alte Fotos, auf denen
Gesichter herausgekratzt sind? Jo ahnt, dass ein uraltes Geheimnis auf ihrer
Familie lastet. Sie ahnt nicht, dass Bente den Schlüssel dafür in der Hand hält
...
Meine Meinung:
Erst vor wenigen Monaten hatte ich das Buch „Der dunkle Kuss
der Sterne“ von der Autorin Nina Blazon gelesen. Sie schreibt fantastische
Kinder-/Jugendbücher, und ehrlich gesagt, auch als ältere Leserin mag ich ihre
Bücher. Bei „Lillesang“ faszinierte mich nicht nur, dass das Märchen „Die
kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen als Vorlage diente, sondern
auch, wie sie es in eine moderne Geschichte umgesetzt hat. Und natürlich das
Cover mit dem wahrlich schönen Schutzumschlag, den glitzernden Fischschuppen.
Farblich, sehr sehr schön.
Das Meer mit seinen sagenumwobenen Gestalten, sei es der
Meeresgott oder wie hier die Nixen (Meerjungfrauen), geben Stoff genug für ein
neues, magisches Märchen.
In „Lillesang“ geht es um Jo bzw. Jolande und ihrer Familie.
Sie würde so gern mit ihrer Freundin in den Urlaub mitfahren, doch als die
Mutter erfährt, dass es an die Nordsee geht, reagiert sie nervös. Als die
Familie von einer Tante ein Haus an der Küste Dänemarks erbt, will Inge, Jos
Mutter, erst allein dorthin. Aber Vater und Tochter wollen mit und so geht es
gemeinsam los. Das Haus soll verkauft werden, denn Inge will es nicht behalten.
Sie haßt das Wasser. In Dänemark kommen sie bei einer netten Familie unter. Und
es passieren merkwürdige Dinge. Nicht nur, dass Jo schlafwandelt, jemand
versucht auch in das Haus einzudringen. Und was hat es mit den alten Fotos auf
sich, die Inge vor ihrer Familie versteckt?
In Dänemark lernt Jo Julie kennen und die beiden freunden
sich an. Und dann ist da noch dieser alte Mann Bente. Eine nachts allerdings
rettet Bente Jo das Leben, denn sie wurde durch eine betörende Melodie magisch
an den Strand gezogen, wo eine bösartige dunkle Nixe sie in das Meer ziehen
wollte. Aber nicht nur Jo ist in
Gefahr, auch Inge. Und langsam lüftet sich der Vorhang, hinter dem all die
Geheimnisse sich verborgen halten. Inwiefern Bente dabei behilflich ist, lest
selbst. Man kann viel spekulieren, wie es in der Handlung weitergeht. Die
Autorin beeindruckt immer wieder durch ihre gut durchdachten Absätze, und führt
den Leser durch ein Labyrinth, dessen Ausgang sich wirklich erst am Ende zeigt.
Gut durchdachte Spannung, ohne das es für das angedachte Lesealter zu gruselig
wird.
Die Verbindung des neuen Märchens „Lillesang“ in Hinblick
auf das alte Märchen machen es zu seinem fantastisch-magischen Leseabenteuer.
Wobei die Autorin alltägliche Themen wie z. B. der Mutter-Tochter-Konflikt,
Freundschaft, aber auch Ängste nicht nur flüchtig in die Handlung einfließen.
Jede Charaktere ist so gut dargestellt, dass man zu jedem Zeitpunkt sie sich
gut vorstellen kann.
Sehr schön sind auch die kurz gehaltenen Kapitel, über
dessen Titelüberschrift sich jeweils eine Zeichnung befindet.
Das Buch ist ein in sich abgeschlossenes Buch, eine
Geschichte voller Spannung, ein Abenteuer, dass nicht nur das angesprochene
Lesealter anspricht, sondern auch für jung gebliebene Erwachsene. Ich habe
früher sehr gern die Märchen von Hans-Christian Andersen gelesen. „Lillesang“
von Nina Blazon hat mich beeindruckt, auch wenn ich oft auf den gedanklich den
verkehrten Weg im Labyrinth gegangen bin, und wurde überrascht!
„Reich sind die, die wahre Freunde haben!“
Vita:
Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm,
las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu
schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke
und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb,
der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen
Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher
zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin
lebt in Stuttgart.
► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.


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