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Micaela Jary
Die Bucht des blauen Feuers
Taschenbuch
416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442477142
€ 9,99
Cover - Info -
Link "Verlag"
Verlagsinfo:
Zwischen Europa und Afrika, Wüste und Meer: eine mitreißende Familiensaga
vor exotischer LandschaftBerlin 1909: Als die junge Emma Thieme erfährt, dass ihre totgeglaubte Mutter in Südwestafrika lebt, macht sie sich auf die lange Reise. Begleitet wird sie von der Pianistin Dorothee von Hirschberg, die mehrere Konzerte in der Kolonie geben will. Auf dem Schiff lernen die beiden Frauen den charmanten Manfred von Paschen und den undurchschaubaren Ernst Keller kennen. Noch wissen Emma und Dorothee nicht, dass diese Männer ihr Leben verändern werden – und dass sie der Schlüssel zum Geheimnis um Emmas Mutter und einen verschwundenen Diamanten sind.
Mein Eindruck:
"Das Schicksal bestimmt deinen Weg, doch nicht immer wird er
gerade sein.“
---
Berlin - 1909 – Emmas Vater, Theodor Thieme, war gestorben.
Zur falschen Zeit am falschen Ort, könnte man meinen. Er war eins von den
Opfern des Motorradunfalls auf der Rennbahn im Alten Botanischen Garten.
Theodor Thieme führte bis dahin ein Photographisches Atelier. Emma war bis zum
Tag der Beerdigung der Meinung, dass es ihnen gut ging, doch dem ist nicht so.
Ebenfalls wird sie an demselben Tag mit der Tatsache konfrontiert, dass ihre
Mutter noch lebt, jedenfalls hatte ihr Vater nie eine Todeserklärung beantragt.
Warum nicht? Eine Frage, dessen Antwort Emmas Leben in eine neue Richtung
lenken wird.
Dorothee von Hirschberg, die zweite Hauptcharaktere, eine
bekannte Konzertpianistin, die Geldquelle für ihren Vater. Hans von Hirschberg
läßt nichts unversucht, trotz des Wissens um die Lungenkrankheit seiner
Tochter, und hat eine Reise nach Afrika – Deutsch-Südwest geplant.
Zu der damaligen Zeit waren gerade die Meldungen der ersten
Diamantenfunde bekannt geworden.
Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Reichskanzler Bismarck
dem Lüderitzland den Schutz des Deutschen Reiches gewährt. Noch heute finden
sich viele kleine Orte mit deutschen Namen in Südafrika.
Zurück zu Dorothee. Nicht wissend um den Tod des Theodor
Thieme sucht sie das Atelier auf. Sie benötigt neue Portraitfotos. Dort treffen
die beiden Frauen aufeinander – und kommen sich näher. Emma ist beim Stöbern der
Schubladen ein Brief ihrer Mutter in die Hände gefallen (S. 34 „Lüderitzbucht,
21. 7. 08 – Deutsch – Südwestafrika – gerichtet an Emma als Empfänger, Absender
Constanze Thieme .. )“
Nun war klar, warum ihr Vater die Todeserklärung nicht
beantragt hatte. Doch der Brief birgt eine noch viel größere Überraschung.
Wie Konfetti, so steht es im Buch, fallen winzig kleine
Steine aus dem Umschlag, dem dünnen Blatt Papier – Rohdiamanten.
„Die Bucht des blauen Feuers“, eine faszinierende Geschichte
zweier so unterschiedlichen Frauen, die nunmehr sich gemeinsam auf die Reise
nach Südafrika begeben.
Aber nicht nur die Frauen erleben eine besondere Reise, die
Autorin fesselt den Leser derart an ihre Geschichte und bringt sie auf eine
ganz besondere Art in die Vergangenheit.
Denn auch diese Zeit gehört zur deutschen Geschichte. Leider
viel zu schnell vergessen. Die Autorin hat intensiv recherchiert und das
Ergebnis liest sich in dem Buch „Die Bucht des blauen Feuers“.
In der sehr ausführlichen Fußnote erzählt Micaela Jary über
den Anfang einer Idee, den ausführlichen Recherchen, den Orten ihrer Quellen.
Ich wäre sehr gern auf diesen Wegen mit dabei gewesen.
Von dem Buch „Die Bucht des blauen Feuers“ geht eine wahre
Faszination aus, der man sich nicht entziehen kann. Dieses Stück Berlin in mir
kam wieder an die Oberfläche und trug sicherlich mit dazu bei, dass ich mich so
wohlgefühlt habe.
Abgerundet wird das Buch durch die abschließende Zeittafel,
die im Jahre 1486 beginnt und 1990 mit der Erklärung zur Unabhängigkeit der
Republik Namibia schließt.
„Nach dem Buch ist vor dem Buch“, und dies wird sicherlich
nicht der einzig gelesene Roman von der Autorin Micaela Jary für mich gewesen
sein.
Meine absolute Leseempfehlung.
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| Fünf Lesegenuss-Bücher |
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.


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