Sarah Jio
Brombeerwinter
Taschenbuch
352 Seiten
Verlag: Diana Verlag (8. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453357921
Originaltitel: Blackberry Winter
€ 8,99
auch als EBOOK erhältlich
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Das Geheimnis einer Sturmnacht
Die Journalistin Claire Aldrige traut ihren Augen kaum: Es
ist Mai, die Brombeeren blühen schon, doch vor ihrem Fenster tobt ein
Schneesturm. Das gab es in Seattle zuletzt vor achtzig Jahren. Bei ihren Recherchen
stößt Claire auf die Geschichte eines kleinen Jungen, der in dem Unwetter
damals spurlos verschwand. Sein Schicksal lässt sie nicht mehr los, denn auch
sie muss einen tragischen Verlust verwinden. Immer tiefer taucht Claire in die
Vergangenheit ein und ahnt noch nicht, wie sehr diese Spurensuche auch ihre
eigene Zukunft bestimmen wird …
Meine Meinung:
Bei dem vorliegenden Buch „Brombeerwinter“ oder wie es im
englischen heißt „Blackberry Winter“, handelt es sich um eine
Familiengeschichte, die sich in zwei Zeitebenen abspielt. Beide Geschichten
haben etwas gemeinsam, wobei es nicht nur um das Wetterphänomen, dem
Schneesturm Anfang Mai, geht.
2010:
Die Journalistin Claire wird von ihrem Chef mit einer
Story über den Schneesturm beauftragt. Er hatte herausgefunden, dass vor gut
fast achtzig Jahren Seattle ebenfalls Anfang Mai von einem derartigen
Wetterumschwung heimgesucht wurde. Metereologen nennen so etwas den
„Brombeerwinter“. Claire arbeitete beim „Herald“. Dort wird sie von Abby, die
die Dokumentation der Zeitung unter sich hat, mit einer Geschichte
konfrontiert, die sich 1933 Anfang Mai ereignet hatte. Ein dreijähriger Junge
war am Morgen des 2. Mai von seiner Mutter als vermisst gemeldet.
Durch Claires eigenen Verlust vor gut einem Jahr konnte
diese sich sehr gut in die Situation von Vera Ray hineinversetzen.
1933:
Jeden Abend musste die alleinerziehende Vera Ray ihren
kleinen Sohn Daniel allein zu Hause lassen. Es war die Zeit der
Weltwirtschaftskrise und sie war gezwungen, nachts in einem Hotel als
Zimmermädchen zu arbeiten. Als sie am Morgen des 2. Mai nach Hause kommt, ist
ihr Sohn verschwunden. Auf der Suche nach ihm findet sie seinen Teddy. Die
Polizei glaubt, dass er von daheim weggelaufen war. Doch gefunden wird Daniel
nie.
Claire beginnt zu recherchieren, obwohl ihr die Zeit für
den Artikel im Nacken sitzt. Sie will herausfinden, was damals passiert war.
Eine weitere Auszeit, die sie als Ethans Frau nehmen könnte, will sie nicht.
Ethans Familie gehörte die Zeitung, die schon sehr lange im Familienbesitz war.
In wechselnden Kapiteln wird die Geschichte jeweils aus
Veras und Claires Sicht erzählt. Was also wurde aus Daniel und was geschah mit
Vera?
Je intensiver Claire in der Geschichte recherchiert, umso
mehr erfährt man über sie und ihre Ehe. Der Verlust und die Trauer belasten die
Ehe. Während ihrer Suche stößt sie auf Hinweise, die nicht einfach zu
ignorieren sind. Für Claire ist diese Geschichte aber auch so etwas wie eine
Art Therapie, Schmerzbewältigung.
Ein großes Geheimnis umgibt den kleinen verschwundenen
Jungen Daniel aus dem Jahr 1933, der ja unehelich geboren war. Den Schleier
lüftet Sarah Jio behutsam, sorgt dann und wann für eine kleine Überraschung.
Was mir besonders gefiel, war die Zeit von Vera. Auch mit „Brombeerwinter“
erhält der Leser wieder einmal einen Einblick in die damalige Zeit. Was
letztendlich aus Vera wurde, möchte ich offen lassen.
Claire und Vera, auch wenn sie zu verschiedenen Zeiten
gelebt haben, sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Doch beiden haben
etwas gemeinsam: Sie trauern um den Verlust ihres Kindes. Einfühlsam geht die
Autorin mit ihren Protagonistinnen um, lässt sie Gefühle und Emotionen zeigen.
„Brombeerwinter“ ist eine wunderbare Geschichte, die
letztendlich mit einer Überraschung am Ende aufwartet. Es mag sein, dass viele
kleine Zufälle in der Geschichte passieren, vorhersehbar, aber das wäre jetzt
ein Haar in der Suppe suchen.
Die Liebe einer Mutter ist unermesslich!
„Brombeerwinter“ ist ein Buch, welches man nicht so
schnell aus der Hand legt, eben ein besonderes Buch, empfehlenswert. Auch das
Cover gefällt und spricht an.
► Es gilt der Hinweis unter dem Header! ◄
Herzlichen Dank an den Verlag für das Leseexemplar.

Tolle Rezension. Danke, für deine Meinung, Hanne.
AntwortenLöschenglG
Vielen Dank, liebe Manja. Die Autorin schreibt auch wirklich toll. Mir gefallen solche Geschichten.
LöschenLG Hanne
Vielen Dank, liebe Manja. Die Autorin schreibt auch wirklich toll. Mir gefallen solche Geschichten.
AntwortenLöschenLG Hanne
Hallo Hanne,
AntwortenLöschendu hast mich mit deiner schönen Rezension überzeugt. Dankeschön (dass meine WL wieder wächst).
Liebe Grüße
Sabine
Liebe Sabine, ich hoffe sehr, dass es dir gefallen wird. Habe gelesen, dass das eine Buch du abgebrochen hattest. Aber das ist halt Geschmäcker sind verschieden. Ich halte das übrigens so wie du, wenn nach 100 Seiten mich das Buch nicht packt ist finito....
LöschenLiebe Grüße
Hanne
Nicht nur deine, liebe Sabine!
LöschenWobei - eigentlich stand es schon auf meiner <3
Jetzt nach Hannes Rezi möchte ich es aber unbedingt lesen!
Liebe Grüße,
Jasmin
Oh, das ist schön. Ich freue mich, wenn es eine Entscheidungshilfe war, auch wenn euer SuB weiter wachsen wird.
LöschenWas meint ihr, wie meiner aussieht? Fürchterlich...
Aber es wird. Ich nehme kaum noch LEs an, um endlich m al meine eigenen gekauften oder getauschten Bücher zu lesen.
LG Hanne
Bisher hab ich nur gute Meinungen gelesen. Sehr schöne Rezension! Das Buch möchte ich auch unbedingt noch lesen!
AntwortenLöschenLg Sonja
Liebe Sonja, ich habe bislang noch gar keine Meinungen dazu gesehen. Schade eigentlich, denn das Buch ist es wert gelesen zu werden. Lieben Dank für deinen Kommentar.
LöschenHanne