In den Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit. (Thomas Carlyle)

Sonntag, 21. Januar 2018

[Rezension] "Die Malerin" ~ Mary Basson

Mary Basson
Die Malerin
Gabriele Weber-Jarić (Übersetzer)
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (4. Dezember 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746633389
ISBN-13: 978-3746633381
Originaltitel: Saving Kandinsky
€ 12,99

© Cover - Info - VERLAG






 Die Kunst war ihr Leben – Kandinsky ihr Schicksal
 Eine Liebe in der Bohème


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Nach der wahren Geschichte der großen Malerin Gabriele Münter, die mit ihrer Hingabe an die Kunst und an die Liebe allen Gefahren ihrer Zeit trotzte.
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Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Mein Leseeindruck

"Die Malerin ist aufgegliedert in fünf Teile und erzählt die Geschichte der deutschen Malerin Gabriele Münter. Es beginnt im Sommer 1902 in Kochel und endet im Winter 1957 in Murnau. Dort in Kochel waren Professor K., wie seine Studenten ihn nannten, für einige Zeit, um naturnahen Unterricht abzuhalten. Gabrielle, kurz Ella genannt, war nicht nur Professor K.s Schülerin, sondern hatte auch eine Affäre mit ihm. Sie beide waren der Malerei verbunden - auf eine ganz besondere Art. Später kauft Ella ein Haus in Murnau. Dort leben sie, mal hier und mal in München. Malen und später wird dort die Künstlerbewegung "Der Blaue Reiter" ins Leben gerufen. Obwohl Ella eine herausragende Malerin ist, Kandinsky wertet sie immer wieder ab. Ebenso hält er Ella Jahre hin, um sie zu heiraten. Durch Professor K. lernt Ella viele bekannte Künstler kennen. Das Haus in Murnau wird ihre Zuflucht. Dann kommt der erste Weltkrieg. Kandinsky verlässt Deutschland und geht zurück nach Russland. Es ist nicht neu, dass Frauen zu jedweder Zeit anders als die "normale" Frau sich präsentierten, heraustraten und ihren Weg gingen. So auch Ella.
Als die Zeit der Nationalsozialisten kommt und die Kunst von "Der Blaue Reiter" als entartet gilt, rettet Ella viele Gemälde und übergibt den verbliebenen Teil in den 50er Jahren dem Münchener Leubachhaus. Nach einer langen depressiven Phasse öffnet sich Ella wieder dem Leben und lernt einen Mann kennen, der ihr Fels in der Brandung wird.
"Der Blaue Reiter", "Kandinsky", das waren mir schon Begriffe. Mary Basson, die in einem Museum in Amerika arbeitet, welche die größte Gabriele Münter Sammlung dort bewahrt, hat sich auf die Spuren der Malerin begeben. Daraus ist dieser schon interessante Roman entstanden.
In Zwischenkapiteln "Galerie" genannt, werden einzelne Bilder von Gabriele Münter vorgestellt. Text von Johannes Eichner, dem Lebensgefährten von Gabriele "Ella" Münter.
Die dort erwähnten Bilder im Milwaukee Art Museum waren eine Schenkung von Frau Harry Lynde Bradley. Dazu hätte ich mir in diesem Buch ein Glossar gewünscht. Ebenso der Hinweis, woher Mary all das Wissen hatte, um diesen Roman zu schreiben. Hatte Gabriele Münter Tagebuch geführt?
Mir fehlten dem Buch gewisse Lichteffekte. Aber es war trotzdem ein lesenswertes, interessantes Buch über eine Frau, eine Malerin, die nie so ganz aus dem Schatten des berühmten Malers Kandinsky treten konnte.
Das Buch erhält meine Leseempfehlung.
(Rezensionsexemplar)

Mary Basson arbeitet im Milwaukee Art Museum, das die größte Gabriele-Münter-Sammlung Nordamerikas beherbergt. Münters Malerei faszinierte sie so sehr, dass sie sich auf die Spur ihrer Geschichte begab und nach München und zum Gelben Haus in Murnau am Fuße der Alpen reiste.

München, 1902: Gegen alle Widerstände will die junge Gabriele Münter, genannt Ella, Malerin werden. Sie nimmt Unterricht bei Wassily Kandinsky und verliebt sich in ihn, sie wird seine Muse ebenso wie seine Gefährtin auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen. Doch während Kandinsky schon bald als Meister der Abstraktion und Begründer des Blauen Reiters zu Weltruhm gelangt, ringt Ella zeitlebens mit ihrer Rolle als Frau in der Kunst. Und dann bricht Krieg aus, und ihre Liebe droht tragisch zu scheitern …


Ein Leben im Schatten von Kandinsky

Herzlichen Dank an den Aufbau Verlag  für das Leseexemplar.
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